INTER-Vorstand: „Persönlicher Kontakt ist unverzichtbar“
Roberto Svenda, Vorstandssprecher der INTER, beschreibt, wie sich die private Krankenversicherung 2025 verändert hat und warum Prävention, Beratung und digitale Services wichtiger werden. Für 2026 plant die INTER einfachere Prozesse, stärkere Vertriebskanäle und setzt sich zugleich für bessere politische Rahmenbedingungen ein.
Wie blickt die Versicherungsbranche auf 2025 zurück? Und welcher Ausblick bietet sich für das kommende Jahr? Auch in diesem Jahr suchte Versicherungsbote das Gespräch mit den Vorständen der Versicherer. Die Antworten spiegeln ein breites Spektrum an Branchenthemen wider: von anhaltender Kosten- und Schadeninflation über geopolitische Unsicherheiten bis hin zu technologischen Umbrüchen, die Geschäftsmodelle tiefgreifend verändern.
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Doch der Rückblick ist keineswegs nur von Herausforderungen geprägt. Viele Vorstände berichten trotz Wettbewerbs- und Transformationsdruck von bemerkenswertem Optimismus. Vor allem Digitalisierung und künstliche Intelligenz haben 2025 einen deutlichen Sprung gemacht und eröffnen neue Effizienz- und Wachstumspotenziale – sei es in Schadenprozessen, der Kundenkommunikation oder in der Entwicklung neuer Produkte. Zugleich rücken Kundenzentrierung, hybride Beratung und organisatorischer Wandel stärker in den Fokus.
So entsteht ein differenziertes Bild: Die Branche steht unter hohem Veränderungsdruck, sieht jedoch zugleich enorme Chancen, die sich aus technologischer Innovation, kultureller Erneuerung und neuen Geschäftsmodellen ergeben.
Im Folgenden stellen wir die Antworten von Roberto Svenda vor – Vorstandssprecher der INTER Versicherungsgruppe:
Rückblick
Im vergangenen Jahr haben wir erlebt, wie stark sich die private Krankenversicherung verändert: Die Nachfrage nach Vorsorge wächst rasant – Kunden wollen aktiv gesund bleiben, nicht nur abgesichert sein. Gleichzeitig steigen die Kosten im Gesundheitswesen dramatisch, was Politik und Branche vor große Herausforderungen stellt. Positiv ist: Persönliche Beratung bleibt unverzichtbar, auch in einer digitalen Welt. Und wir sehen: Die Kundenerwartungen an digitale Services steigen schneller denn je – Agilität und Flexibilität sind hier für uns ganz entscheidend.
Schlagzeilen
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Ausblick
Die vergangenen Jahre haben uns gezeigt, wie wichtig funktionierende und gleichzeitig einfache Prozesse sind – nicht nur für unsere Kunden, sondern auch für Makler und unsere Ausschließlichkeitsorganisation. 2026 wollen wir genau hier ansetzen: Wir vereinfachen Abläufe, damit Beratung wieder mehr Zeit für das Wesentliche lässt. Gleichzeitig bleiben wir überzeugt: Persönlicher Kontakt ist unverzichtbar.
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Deshalb setzen wir auf den stationären Vertrieb mit unserer Ausschließlichkeit und auf unsere gute Zusammenarbeit mit Maklern, die wir weiter ausbauen möchten. Darüber hinaus liegt der Ball des Handelns in zentralen Feldern bei der Politik: Zum einen braucht es Ideen und Konzepte, den explodierenden Kosten im Gesundheitswesen entgegenzuwirken und das deutsche Gesundheitssystem nachhaltig zu finanzieren. Gleichzeitig appellieren wir als Branche an die Politik, die Regulierung deutlich zu verschlanken – weniger Bürokratie, mehr Fokus auf die Versorgung der Menschen.
