Thomas von Planta, aktuell Präsident des Verwaltungsrats der Baloise, übernimmt künftig den Vorsitz des fusionierten Unternehmens. Er betont: „Aufbauend auf dieser soliden Grundlage setzen wir uns dafür ein, die Zukunft der Schweizer Versicherungsbranche zu gestalten. Gemeinsam sichern und erhöhen wir unsere Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit im heimischen und europäischen Markt.“

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Auch Thomas Schmuckli, Verwaltungsratspräsident von Helvetia, sieht große Chancen: „Die Aktionärinnen und Aktionäre erkennen das enorme Potenzial dieser Fusion. Jetzt ist es an uns, das Vertrauen mit erfolgreicher Umsetzung zu rechtfertigen.“

Bereits im April hatten beide Unternehmen ihre Pläne öffentlich gemacht. Damals wurde bekannt, dass Helvetia Baloise zur zweitgrößten Versicherungsgruppe der Schweiz aufsteigt – mit einem Prämienvolumen von rund 20 Mrd. CHF, Standorten in acht Ländern und einem globalen Specialty-Geschäft (Versicherungsbote berichtete).

Synergien, aber auch Stellenabbau

Die neue Helvetia Baloise will durch Synergien, komplementäre Marktpositionen und eine ähnliche Unternehmenskultur neue Wertschöpfungspotenziale heben. Gleichzeitig wird es nicht ohne Einschnitte gehen: Infolge der Fusion kündigten die Unternehmen bereits an, Arbeitsplätze abzubauen, vor allem durch natürliche Fluktuation. Insgesamt könnte es mehrere Hundert Stellen treffen (Versicherungsbote berichtete).

Basel wird künftig der neue Unternehmenssitz sein, während St. Gallen als wichtiger Standort erhalten bleibt. Die operative Leitung übernimmt Group CEO Fabian Rupprecht, der von beiden Seiten mit breiter Rückendeckung ausgestattet ist.

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Mit der Zustimmung der Aktionäre ist nun ein zentraler Meilenstein erreicht. Die eigentliche Arbeit beginnt jedoch erst: der komplexe Integrationsprozess. Ob sich die hochgesteckten Erwartungen erfüllen, wird sich ab 2026 zeigen.