5 bis 10 Prozent Kapitalertrag. Das geht durchaus – allerdings nicht mit festverzinslichen Geldanlagen oder dem althergebrachten Sparbuch. Da drohen sogar Verluste aufgrund der aktuellen Finanzpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), die mit dem Strafzins der Banken für Guthaben zusammentrifft. Sparer stecken somit derzeit in der Zwickmühle. Ein möglicher Ausweg: dividendenstarke Aktien seriöser Unternehmen. Mit diesen können Sparer ihr Vermögen in vielen Fällen nicht nur vor einer Abwertung schützen, sondern sogar von attraktiven Gewinnausschüttungen profitieren. Wie, zeigt der folgende Beitrag.

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Gefährliches Gemisch aus Inflation und Negativzins

Der studierte Finanzwirt Ulrich Müller war 14 Jahre als Investmentberater tätig.Sparbuch, Tagesgeld, Festgeld - keines dieser einst so beliebten Geldanlageformen wirft heute noch nennenswerte Zinsen ab. Vielmehr sinkt der Wert des auf solchen Konten angesammelten Vermögens permanent. Der Grund hierfür liegt in der restriktiven Haltung der obersten europäischen Währungshüter. So hat die nun schon mehrere Jahre andauernde Niedrig- und Negativzinsphase dazu geführt, dass private Sparer zu den größten Verlierern auf dem Kapitalmarkt gehören. Längst werden von vielen Banken Strafzinsen (oft minus 0,5 Prozent) auf Guthaben oberhalb bestimmter Freigrenzen (meist zwischen 25.000 und 50.000 Euro) verlangt. In Kombination mit der aktuell hohen Inflationsrate von annähernd 4 Prozent ergibt sich ein gefährliches Gemisch der Geldvernichtung. Ein Beispiel: Wer 100.000 Euro auf dem Konto hat, verliert durch Negativzins und Inflation in zehn Jahren derzeit weit mehr als 30 Prozent seines oft mühsam angesparten Vermögens! Dass hier nach sinnvollen Alternativen der Geldanlage gesucht wird, ist nur allzu verständlich. Aber welche ist die Richtige?

Die Alternative: Gewinne machen mit Dividenden

Die Suche nach einer Alternative für den Schutz des eigenen Vermögens führt die meisten Privatanleger früher oder später zum Thema Aktien. Gleichwohl scheuen sich viele Deutsche immer noch vor dem Investment in börsennotierte Unternehmen. Zu groß erscheint das Risiko, durch Kursverfall oder gar Insolvenz sein Geld zu verlieren. So bleibt eine gewinnträchtige Möglichkeit oft ungenutzt: Die Gewinnbeteiligung durch regelmäßige Dividendenzahlungen. Aktionäre haben nämlich einen verbrieften Anspruch auf Beteiligung am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens und profitieren von den entsprechenden Ausschüttungen - und zwar unabhängig vom Kursverlauf der Aktie! Eine wichtige Kenngröße ist hier die sogenannte Dividendenrendite. Sie gibt an, wie sich der gezahlte Dividendenbetrag zum gegenwärtigen Kurs der betreffenden Aktie verhält. Wer eine Aktie mit einer Dividendenrendite von 5 Prozent zu einem Preis von 100 Euro kauft, erhält dafür im Jahr 5 Euro ausgezahlt - ein üppiger Betrag, der meilenweit von den aktuellen Sparzinssätzen entfernt ist. Doch nicht jede Dividendenaktie ist zu empfehlen.

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