Im Oktober 2020 hatte das Analysehauses Ascore die deutschen Krankenversicherer unter die Lupe genommen. Diese waren bezüglich Kosten, Solidität und Wachstum durchleuchtet worden. Dabei hatten 25 von 32 Unternehmen mindestens mit einer "sehr guten" Benotung abgeschnitten. Lediglich eins der untersuchten Unternehmen musste sich nach der Interpretation von Ascore mit einer "ausreichendend" Bewertung begnügen. Die niedrigste Note war gar nicht vergeben worden.

In seinem aktuellen Rating hat Ascore nun erneut die PKV untersucht. Dabei haben die Tester aus Hamburg die Angebote in den Kategorien Topschutz, Komfortschutz und Grundschutz geprüft. Im Rating wurden 86 Tarife von 19 Versicherern auf 138 Kriterien hin untersucht. Hierbei seien nicht nur die aktualisierten Versicherungsbedingungen berücksichtigt sowie neue Tarife angelegt, sondern auch die einzelnen Kriterienkataloge erweitert worden. Auch seien bestehende Benchmarks überprüft, gegebenenfalls angepasst und neue Kriterien ergänzt worden.

So seien unter anderem folgende neuen Kriterien hinzugekommen: ambulante Soziotherapie, Erstattungssatz für Zahnersatz ohne Heil- und Kostenplan, Schutzimpfungen (Urlaubs- und Dienstreisen). Auch der Bereich Psychotherapie sei nun detaillierter abgebildet worden. Zu beobachten sei, laut der Hamburger Ratingagentur, dass viele Versicherer in den letzten Jahren nachgeschärft hätten. Demnach gäbe es nun beispielsweise immer mehr Gesellschaften, die ihren Vollversicherten telemedizinische Leistungen zur Verfügung stellen.

Insgesamt sind die Benotungen über die drei Kategorien Topschutz, Komfortschutz und Grundschutz durchweg positiv. Immerhin 14 Tarife erhielten die Bestnote. Stolze 63 Tarife tummeln sich auf Rang zwei mit fünf Kompassen und der Note "ausgezeichnet". Lediglich sieben Tarife wurden "nur" mit vier Kompassen und damit mit "sehr gut" eingestuft. Schlechtere Angebote gibt es laut Ascore nicht.

Seite 1/2/