Die Privathaftpflichtversicherung zählt zu jenen Policen, die ein absolutes Muss sind. Denn: Wer Dritten einen Schaden zufügt, muss haften. Das ergibt sich aus § 823 des Bürgerlichen Gesetzbuches. Dort heißt es: "Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatze des daraus entstehenden Schadens verpflichtet".

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Das finanzielle Risiko lässt sich mit einer privaten Haftpflichtversicherung gut abdecken, aber viele Menschen verzichten noch immer auf diesen Basisschutz. Denn 17 Prozent der deutschen Haushalte verzichteten auf eine Privathaftpflicht-Police. Das berichtet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit Bezug auf eine Stichprobe des Statistischen Bundesamtes.

Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)

Ob jemand haftpflichtversichert ist oder nicht, ist jedoch einkommensabhängig. Je niedriger das Einkommen, desto weniger häufig liegt ein Haftpflicht-Schutz vor. Speziell Geringverdiener sicherten sich nur unterdurchschnittlich gegen Haftpflichtschäden ab. Bei Haushalten mit einem monatlichen Nettoeinkommen unter 1.100 Euro hätten lediglich 65 Prozent eine private Haftpflichtversicherung. Bei Geringverdienern mit weniger als 900 Euro im Monat falle der Anteil noch niedriger aus. Hier habe nur jeder zweite Haushalt (50 Prozent) eine Absicherung.

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Ab einem monatlichen Nettoeinkommen von über 3.200 Euro ist die Absicherungsdichte dagegen deutlich höher. Hier seien mindestens 94 Prozent der Haushalte abgesichert.