Der Versicherer Verti muss sich möglicherweise bald wieder umbenennen. Dabei hatte sich das Unternehmen aus Teltow, dass zur spanischen Mapfre Gruppe gehört, erst im Juni 2017 den Namen Verti verpasst. Vorher trug der Direktversicherer den Namen der damaligen Muttergesellschaft Direct Line.

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Grund für den möglichweise baldigen Namenswechsel ist ein aktueller Rechtsstreit. Denn der Versicherungsmakler Verticus Finanzmanagement AG sieht durch den Namen Verti seine Markenrechte verletzt und reichte deshalb Klage ein.

Namensstreit 2.0

Es ist nicht der erste Namensstreit in der Branche. Vorher hatten sich bereits die Bayerische und die Versicherungskammer Bayern einen bizarren Rechtsstreit darüber geliefert, wer die wirkliche „Bayerische“ Versicherung ist. Nach zwei Jahren im Infight hatte das Oberlandesgericht München im November 2018 gedroht sämtliche Forderungen abzuweisen. Daraufhin wurde der Streit von Beiden Seiten zu den Akten gelegt.

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Im aktuellen Rechtsstreit Verticus gegen Verti hat das Landgericht Köln nun der Klage von Verticus (33 O 62/18) stattgegeben. Die Richter sahen eine Verwechslungsgefahr als gegeben an. Zudem gebe es eine zu hohe Branchennähe. Schließlich agiert Verti als Versicherer. Verticus gehört zur Hanse Merkur-Gruppe und tritt als Versicherungsmakler auf. Ob mit dem Kölner Richterspruch der Rechtsstreit endet, ist aktuell noch offen. Verti "behalte sich vor, Berufung gegen die Entscheidung einzulegen.“, berichtet das Fachportal "Versicherungsjournal"