Zuletzt hatte sich der der italienische Versicherer Generali aus mehreren Ländern zurückgezogen. Dies ist Teil eines ehrgeizigen Umbauprogramms, das CEO Philippe Donnet dem Versicherer ins Kursbuch geschrieben hat. So konnten Bestände von Gewerbehaftpflicht-Policen in den USA und in Großbritannien an einen Run-off-Versicherer verkauft werden. Auch in Irland trennte sich die Generali von einer Konzerntochter. Dort wurde Beteiligung an der Generali PanEurope an die Life Company Consolidation Group (LCCG), einen britischen Lebensversicherer mit Sitz in London, übertragen. Im April 2018 hatte sich der Versicherungskonzern von seiner belgischen Tochtergesellschaft getrennt.

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Generali kauft in Osteuropa ein

Nun hat die italienische Versicherungsgruppe Zukäufe in Osteuropa vermeldet. Diese seien über die Osteuropa-Holding Generali CEE gekauft worden. So konnte die Adriatic Slovenica vom Finanzkonzern KD Group übernommen werden. Der Versicherer aus Slowenien hat einen Bestand von 1,7 Millionen Verträgen sowie 500.000 Kunden. Mit einem Marktanteil von fast 15 Prozent ist der Versicherer das drittstärkste Unternehmen am Markt. Auch der Fondsmanager KD Skladi werde in den Besitz der Generali wechseln. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

Bisher hatte die slowenische Generali-Tochter lediglich einen Marktanteil von 4,9 Prozent. Damit rangiert der Versicherer auf Rang fünf des Marktes. Mit der Übernahme von Adriatic Slovenica steigt die Generali Gruppe zum zweitgrößten Versicherer des Landes auf. Überdies erhofft sich die Gruppe durch den Zukauf in Polen zusätzliche Cross-Selling-Möglichkeiten zu erschließen.

In Polen hat sich der Versicherungskonzern die beiden Versicherer Concordia Capital und Concordia Polska TUW gesichert. Beide Unternehmen waren vorher in Besitz der deutschen Gesellschafter Concordia Versicherung sowie der Vereinigte Hagelversicherung. Die Concordia Poland mit Sitz in Poznan habe im Jahr 2017 Beitragseinnahmen von knapp 120 Millionen Euro eingefahren. Zudem seien mehr als 2.000 Makler an beide Unternehmen angeschlossen. Auch für die Region Polen will die Generali den Marktanteil verbessern. Dieser liege aktuell bei rund 3,8 Prozent. Damit rangiert der Versicherer nur auf Platz acht auf dem polnischen Markt. Die Übernahmen in Polen sowie in Slowenien bedürfen aktuell noch der Freigabe der Regulierungs- und Wettbewerbsbehörden.