In den letzten Jahren kam es auch in Deutschland immer häufiger zu Hochwasser und Überschwemmungen durch Starkregen. Auch die Intensität von Stürmen und Gewittern nimmt stetig zu. Ein solcher Elementarschaden entsteht meist völlig überraschend und unerwartet und stellt für den Geschädigten immer ein enormes Problem, verbunden mit hohen Kosten dar. Aber wie kann man sich gerade vor solchen Schadensfällen schützen? „Denn ab dem Moment, da aus Regen Starkregen wird oder aus einem Bach ein reißender Fluss, besteht das Risiko eines Hochwassers. Hier bedarf es einer speziellen Elementarschadenversicherung“, erklärt Steffen Fries, Produktmanager Sachversicherungen bei AXA.

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Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) informiert auf seiner Website darüber, für welche Schäden die Hausratversicherung, die Wohngebäudeversicherung oder bei Schäden am Auto auch die Kaskoversicherung aufkommen. Die Wohngebäudeversicherung deckt in der Regel Schäden durch Sturm, Hagel oder Blitzschlag ab. Eine Elementarschadenversicherung benötigt man, wenn die Schäden etwa durch Starkregen, Überschwemmung oder Rückstau verursacht wurden.

Steffen Fries(c) AXA Konzern AG

Der Versicherer hat zwar keinen konkreten Anspruch darauf, dass der Versicherungsnehmer für einen solchen Schaden Vorkehrungsmaßnahmen trifft, wie etwa speziell gesicherte Kellertüren oder ähnliches, dennoch besteht für den Versicherten im Schadenfall eine sogenannte Schadensminderungspflicht.

Um einschätzen zu können, wie groß die Gefahr eines Elementarschadens innerhalb des eigenen Wohnortes ist, bieten die einzelnen Bundesländer unterschiedliche Informationsplattformen an. Auf diesen Internetseiten kann sich der Eigentümer darüber informieren, wie hoch beispielsweise die Gefahr eines Hochwassers in seinem direkten Umfeld ist. Abhängig davon kann der Eigentümer oder auch der Mieter entscheiden, ob eine Elementarschadenversicherung für ihn sinnvoll ist. Dabei gilt: Ein Schaden durch Starkregen kann eigentlich überall passieren. Auf der Seite des GDV kann man sich mit Hilfe von „ZÜRS Geo”, einem Zonierungsprogramm zur Beurteilung des Überschwemmungsrisikos, über die Gefährdungsstufe informieren. Einen genaueren Überblick gibt es dort auch für einige Bundesländer im „Kompass Naturgefahren“.

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Davon ist auch abhängig, wie der Versicherungsbeitrag kalkuliert wird. Je nach Lage des versicherten Gebäudes oder des versicherten Hausrats innerhalb des Gebäudes muss die Versicherung hierbei also ihre Preise an die Gefährdungslage des Grundstücks anpassen. Wichtig ist, in welcher Relation der Versicherungsbeitrag zum potenziellen Schaden steht: Kann ich den Schaden im schlimmsten Fall selbst tragen? Ansonsten ist der Abschluss einer Elementarversicherung zumeist sehr sinnvoll.