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Interview

Betriebliche Krankenversicherung rechnet sich für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

"Die bKV rechnet sich: Bessere Vorsorge trägt dazu bei, Fehlzeiten zu reduzieren – ein Ausfalltag kostet im Schnitt 300 Euro.", sagt Daniel Schmalley, Leiter des Kompetenzcenter Firmenkunden bei der Barmenia.mojzagrebinfo/Pixabay

Im Wettbewerb um Mitarbeiter setzen Unternehmen zunehmend auf die betriebliche Krankenversicherung (bKV). Wie sich Angebote gestalten lassen und welche Optionen für die bKV vorstellbar sind, erklärt uns Daniel Schmalley, Leiter des Kompetenzcenter Firmenkunden bei der Barmenia.

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Versicherungsbote: Herr Schmalley, warum bieten Unternehmen nicht einfach mehr Gehalt statt mehr Zusatzleistungen?

Herr Schmalley: Bei mehr Gehalt sagt sicher niemand nein, aber die Unternehmen wissen: Mitarbeiter schätzen auch andere Zeichen der Anerkennung. Gesundheit ist für jeden wichtig, und da kommen wir ins Spiel. In der bKV erhalten Mitarbeiter Leistungen vom Arbeitgeber, die sie sonst andernorts selbst einkaufen müssten, mit großer Wahrscheinlichkeit teurer.

Und was haben die Firmen davon?

Neben dem Halten oder Gewinnen neuer Mitarbeiter? Die bKV rechnet sich: Bessere Vorsorge trägt dazu bei, Fehlzeiten zu reduzieren – ein Ausfalltag kostet im Schnitt 300 Euro. Wir wenden uns primär an den Mittelstand und stoßen gerade bei diesem Thema auf offene Ohren. Da die Gesellschaft altert und mit ihr die Belegschaften, wird Gesundheit im Betrieb ein immer wichtigeres Thema.

Bessere Gesundheitsvorsorge kann dazu beitragen Fehlzeiten bei Arbeitnehmern zu reduzieren.Bessere Gesundheitsvorsorge kann dazu beitragen Fehlzeiten bei Arbeitnehmern zu reduzieren.Daniel Schmalley: seit 2000 für die Barmenia tätig. Funktion: Leiter des Kompetenzcenters Firmenkunden Verantwortlich für die betriebliche Krankenversicherung, betriebliche Altersversorgung und die Weltpolice.(c) Barmenia Krankenversicherung a. G.

Aber es gibt doch sicher arbeitsrechtliche Aspekte, die Firmen beachten sollten?

Vor allem steuerrechtliche: Wie die bKV zu handhaben ist, müssen die Unternehmen zu Beginn festlegen. Es gibt dazu drei Wege: Erstens, der Bruttolohn erhöht sich um den bKV-Beitrag; zweitens, der Arbeitgeber gleicht zusätzlich die anfallenden Sozialversicherungsbeiträge aus; drittens, der Arbeitgeber übernimmt die Lohnsteuer mit einem pauschalen Satz.

Mit welchen Themen und Fragen müssen sich Unternehmen bei der bKV beschäftigen?

Unser Ziel ist, dass sich ein Unternehmen so wenig wie möglich damit beschäftigen muss, sprich: die Verwaltung kaum Aufwand erzeugt. Wir bieten daher modulare Gutscheine, etwa für die allgemeine Vorsorge, die Manager-Vorsorge oder die Zahnreinigung. Die Gutscheine erklären sich selbst, sie steuern sich selbst und sie rechnen sich selbst ab. So entsteht für Personaler kein Mehraufwand.

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Wie das Angebot im Detail aussehen soll, planen wir zudem Hand in Hand mit den Unternehmen: Sie wählen die Module aus, die sie Mitarbeitern anbieten wollen, dann entwickeln wir gemeinsam Prozesse, Schnittstellen und die Kommunikation an die Belegschaft. Für all diese Vorgänge stellen wir gebrauchsfertige Vorlagen zur Verfügung; und wir unterstützen auch vor Ort.

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