Versicherungsbote: Herr Keck, wo liegen aus Ihrer Sicht zukünftig die Herausforderungen im Bereich der Hausratversicherung?

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Herr Holger Keck: Herausforderungen gehen immer mit Trends einher, bei denen wir schon heute sehen, was sich morgen ändern wird. Fakt ist, dass wir eine steigende Zahl an Wohnungseinbrüchen in Deutschland haben, die die Schadenquote der Versicherer belastet. Auf der anderen Seite haben Menschen dank der fortschreitenden Aufklärung in der Gesellschaft aber immer mehr Möglichkeiten, sich vor Einbrüchen zu schützen. Menschen in Deutschland leben zudem immer bewusster und somit müssen wir als Versicherer das Thema Nachhaltigkeit entsprechend berücksichtigen.

Was erwarten Kunden im Feld der fortschreitenden Digitalisierung?

Im weiten Feld der Digitalisierung wird die allgemeine Bewegung von Kunden im Internet ein immer wichtigerer Punkt. Unsere Kunden erwarten einen entsprechenden digitalen Service und zusätzlich, dass die neuen digitalen Risiken abgesichert werden.

Auf welche Leistungspunkte sollten Vermittler besonders achten?

Vermittler sollten vor allem auf folgende Punkte achten: Zum einen sollte die grobe Fahrlässigkeit voll abgedeckt sein, zum anderen ein Unterversicherungsverzicht bestehen. Im Zeitalter von E-Bikes, verstopften Straßen und Parkplatzmangel sollte es auch einen ausreichenden Schutz für Fahrräder geben. Aufgrund der flexibleren Lebensweise sollte das Thema des Versicherungsortes und der Außenversicherung beachtet werden. Unabhängig von der letzten Naturkatastrophe und des Wohnortes ist die Elementarversicherung ein sinnvoller Schutz.

Warum sollten Vermittler bewusst Sachversicherungen verkaufen?

Die Kunden brauchen Sachversicherungen, sie bieten sich als Türöffner für vollumfängliche Betreuung an. Sachversicherungen sind für Vermittler grundsätzlich ein stabiles Fundament, um den eigenen Bestand abzusichern. Privatkunden mit Sachversicherungen als Kunden zu haben, ist interessanter denn je.

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