Die Höhe der Berufsunfähigkeits-Rente ist ein enorm wichtiger Punkt im Entscheidungsprozess für eine Absicherung. Die vereinbarte Höhe sollte sich an den tatsächlichen Bedürfnissen orientieren. Generell sollten mit der Summe alle wesentlichen anfallenden Kosten gedeckt werden können. Hierfür sollten 75 bis 80 Prozent des Nettoeinkommens angesetzt werden, empfiehlt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft.

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Im Laufe des Berufslebens verändert sich meist auch der Verdienst des Versicherten. Aus dem Lehrling wird der Meister und damit wächst auch das Einkommen. Damit auch der Schutz für den Fall der Berufsunfähigkeit weiterhin passt, sollte auch die BU-Rente an steigendes Einkommen angepasst werden.

Dazu kann bei den meisten Versicherern die Dynamisierung nutzen. Diese Möglichkeit wird von sechzig Prozent der deutschen BU-Versicherten angenommen. Dabei werden die Versicherungssumme und die Versicherungsbeiträge regelmäßig und automatisch angehoben. An den Vertragsbedingungen ändert sich derweil nichts. Auch eine erneute Gesundheitsprüfung ist für die Nutzung der Dynamik nicht notwendig.

BU-Rente anpassen - Dynamisierung oder Nachversicherung

Kunden müssen diese Form der Erhöhung der Beiträge sowie der Rente nicht zwingend zustimmen. Die Beitragsdynamik kann jedoch auch verloren gehen. Denn Kunden müssen die vertraglich vereinbarte Option im Regelfall wenigstens bei der ersten Erhöhung und in der Folge mindestens bei jeder dritten Erhöhung nutzen. Wird dem nicht entsprochen, fällt die Option auf Dynamisierung als Vertragsbestandteil weg.

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Als zweite Variante zur Anpassung der Versicherungssumme zählt die Nachversicherung. Diese anlassbezogene Änderung kann ebenfalls ohne Gesundheitsprüfung durchgeführt werden, ist allerdings an Anlässe wie etwa eine Hochzeit oder die Geburt eines Kindes gebunden.