Mit falschen Behauptungen versuchen aktuell Vertreter das Vertrauen von Verbrauchern zu erschleichen und Auslandskrankenversicherungen zu vermitteln. So geschehen dieser Tage im nordsächsischen Oschatz. Ein 18-Jähriger behauptete gegenüber einer älteren Anwohnerin Notarzt zu sein und, dass er gegen die Abschaffung von Krankentransport-Hubschrauber kämpfen wolle.

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Eine passende Lösung hätte der vermeintliche Notarzt auch parat. "Die Frau müsse nur fix eine Unterschrift leisten und schon wäre sie perfekt versichert.", zitiert die Polizei Sachsen den jungen Mann. Beim angebotenen Produkt handelte es sich um eine Auslandskrankenversicherung. Allerdings liegt der Monatsbeitrag bei stolzen neun Euro. Einige Versicherer bieten diesen Schutz für den gleichen Preis an - allerdings pro Jahr.

Zum Glück ließ sich die 75-Jährige nicht an der Nase herumführen und verwies den Mann der Wohnung. Wie die Polizei Sachsen berichtet, handelt es sich hierbei um keinen Einzelfall. Seit Herbst 2015 und speziell in den Landkreisen Nordsachsen und Leipzig agierten mehrere bereits aktenkundigen Kollegen des jungen Vertreters. Allesamt versuchten sie Produkte einer "mehr als dubiosen Firma aus Rheinland-Pfalz" zu vermitteln, heißt es in der Meldung der Polizei.

Die Polizei mahnt Bürgerinnen und Bürger deshalb akuell zur Vorsicht. Verträge sollten keinesfalls an der Haustür abgeschlossen werden. Denn: Seriöse Anbieter werben Kunden grundsätzlich nicht auf diesem Weg.