Für Millionen von Freizeitkickern und Hobbysportlern ist die Gefahr von Prellungen, Bänderrisse oder gar Knochenbrüche allgegenwärtig. Doch viele Unterschätzen das Risiko von Sportverletzungen. Gefragt, worin sie die größte Unfallgefahr in den kommenden fünf Jahren sehen, sorgt sich die Mehrheit um einen Verkehrsunfall. 52 Prozent haben Respekt vor einem Zwischenfall mit Auto oder Fahrrad. Mit 41 Prozent auf Platz zwei liegen allgemein Knochenbrüche, zum Beispiel durch einen Unfall im Haushalt. Leichte Sportverletzungen werden erst an dritter Stelle der Unfallrisiken genannt. Das geht aus einer Studie der Basler Versicherungen hervor.

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Sport wird als Unfallrisiko unterschätzt

Für einen Skiunfall sehen nur elf Prozent ein hohes Risiko. In Wirklichkeit rangieren laut dem Statistischen Bundesamt „sonstige Unfälle“ und „häusliche Unfälle“, unter die auch Sportverletzungen fallen, weit vor Verkehrsunfällen. Fazit: Die Angst vor schweren Verletzungen ist sehr groß, dafür werden die Folgen kleinerer und mittlerer Verletzungen unterschätzt.

Gerade die Gelegenheitssportler, die nur ab und an in den Skiurlaub fahren oder mit den Kindern im Garten Fußball spielen, überschätzen sich. 80 Prozent von ihnen glauben, sie hätten einen risikoarmen Alltag, weil sie nur selten Sport treiben. Sie vergessen dabei, dass sich gerade Untrainierte häufiger verletzen, wenn sie denn einmal loslegen. Zudem fassen sie das gelegentliche Ballspiel vermutlich gar nicht unter „Sport“.

Gesetzliche Unfallversicherung zahlt nicht bei privaten Unfällen

Diejenigen, die häufig Sport treiben, können die Gefahren ihrer Hobbys schon besser einschätzen. Trotzdem glauben auch unter ihnen noch 67 Prozent, ein nahezu gefahrloses Leben zu führen. Dabei fahren immerhin 15 Millionen Deutsche Ski und 6,9 Millionen spielen Fußball in einem Verein. Diese beiden beliebten Sportarten sind laut Unfallstatistik der Basler die Sportarten mit den häufigsten Unfällen. Anschließend folgen andere Ballsportarten wie Handball, Volleyball, Basketball.

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„Die gesetzliche Unfallversicherung hilft hier nicht weiter, weil sie nur bei Unfällen am Arbeitsplatz und auf den dazugehörigen Wegstrecken einspringt. Selbst Verletzungen, die während einer Unternehmensteilnahme an einem Marathon oder einem firmeninternen Fußballturnier entstehen, sind in der Regel nicht abgedeckt. Die gesundheitlichen, aber auch die finanziellen Folgen einer Verletzung fallen oftmals größer aus als gedacht. Gerade schwere Mehrfachverletzungen, etwa nach einem Sturz beim Ski- oder Radfahren, können sogar die Existenz bedrohen. Denn kann kein Beruf mehr ausgeübt werden, stellen sich auch finanzielle Einbußen ein.“, erklärt Thorsten Pellnath, Leiter der Unfallsparte der Basler Versicherungen.

Basler Versicherungen