Der Versicherungskonzern Alte Leipziger - Hallesche konnte im vergangenen Jahr den Gesamtumsatz um 5,5 Prozent von 3,7 Milliarden Euro auf 3,9 Milliarden Euro steigern. Die Alte Leipziger erzielte einen Zuwachs von 5,9 Prozent auf rund 1,9 Milliarden Euro. Die Hallesche Krankenversicherung steigerte im Berichtsjahr die gebuchten Bruttobeiträge um 4,6 Prozent auf 1.148 Millionen Euro.

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Neugeschäft in der Lebensversicherung sinkt

Die Alte Leipziger Lebensversicherung konnte einen Neuzugang von 589 Millionen Euro verzeichnen. Das ist ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahreswert von 603 Millionen Euro. Während das Einmalbeitragsgeschäft nur um 1,2 Prozent auf 404 Millionen Euro sank, fiel das Neugeschäft gegen laufenden Beitrag um 4,4 Prozent auf 186 Millionen Euro.

Im Einmalbeitragsgeschäft hatte die betrieblichen Altersversorgung, mit rund 50 Prozent, einen großen Anteil. Beim Neugeschäft gegen laufenden Beitrag verzeichneten Berufsunfähigkeitsprodukte, mit rund 31 Prozent, gute Absätze.

Zusatzversicherung rettet Hallesche

Während der Bestand in der Vollversicherung der Halleschen Krankenversicherung um 1,1 Prozent von 242.895 auf 240.304 Personen sank, konnte die Gesamtzahl der Versicherten um 2,0 Prozent auf 612.448 gesteigert werden. Das resultiert hauptsächlich aus dem Wachstum in der Zusatzversicherung. Hier konnte ein Anstieg um 4,1 Prozent auf 372.144 Personen verzeichnet werden. Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen um 4,6 Prozent und beliefen sich Ende 2013 auf 1.148 Millionen Euro.

Bei der Tochtergesellschaft Alte Leipziger Versicherung AG erhöhten sich die gebuchten Bruttobeiträge leicht um 0,2 Prozent auf 415,2 Millionen Euro. Das Neugeschäft stieg deutlich um 29,5 Prozent auf 48,7 Millionen Euro. Wachstumstreiber für das gute Neugeschäft war, neben den Gewerbesparten, das Kraftfahrtversicherungsgeschäft.

Während die Alte Leipziger Bauspar AG einen Geschäftsrückgang auf 562 Millionen Euro Bausparsumme hinnehmen musste, konnte das Fondsvolumen der Alte Leipziger Trust Investment-GmbH um 1,6 Milliarden Euro auf 4,3 Milliarden Euro gesteigert werden.

Garantiezins, Solvency II und Pflegerentenversicherung

Für 2014 rechnet sich der Konzern besondere Chancen in der Betrieblichen Altersversorgung, bei Berufsunfähigkeitsversicherungen sowie bei fondsgebundenen und konventionellen Rentenversicherungen aus. Dennoch sieht der Versicherer in Lebensversicherungen mit festem Garantiezins weiterhin die Zukunft. So sei besonders in der Betrieblichen Altersversorgung die Nachfrage nach Garantieprodukten ungebrochen.

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Auch dem Bereich Pflege wird in Zukunft starke Bedeutung zugemessen. Deshalb wird der Versicherer Ende des Jahres eine selbständige Pflegerentenversicherung auf den Markt bringen. Die Risikotragfähigkeit wird weiterhin im Mittelpunkt der Konzernstrategie stehen, um den Herausforderungen von Niedrigzinsphase und Solvency II erfolgreich zu begegnen. Dazu wurde die Eigenkapitalquote bereits deutlich erhöht.

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