Laut der aktuellen Befragung des Kfz-Direktversicherers DA Direkt unterstützen 72 Prozent der deutschen Autobesitzer regelmäßige Fahreignungsprüfungen für ältere Führerscheininhaber. Bei Nichtbestehen verlangen dabei 28 Prozent Fahrverbote als Konsequenz, 44 Prozent sind für unverbindliche Empfehlungen ohne Sanktionen. Weitere 24 Prozent schließen solche Prüfungen kategorisch aus.

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Ältere plädieren für Eigenverantwortung, Jüngere für Strafen

Jüngere Fahrer sind in ihrem Urteil deutlich strenger als ältere. Im Falle erfolgloser Tests fordern nur 14 Prozent der Über-55-Jährigen aber 51 Prozent der 25- bis 34-Jährigen konkrete Strafen. 37 Prozent der Umfrageteilnehmer über 55 Jahren wollen dagegen am liebsten ganz auf Prüfungen verzichten.
„Unabhängig vom Alter sollten Autofahrer nur so lange am Steuer sitzen, wie sie gesundheitlich dazu in der Lage sind. Regelmäßige Überprüfungen der Fahrtüchtigkeit geben Aufschluss über die persönliche Eignung, weisen auf Gefahrpotenziale hin und tragen letztlich zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer bei“, so Norbert Wulff, Vorstand des Kfz-Direktversicherers DA Direkt, zu den Ergebnissen der Umfrage.

Einigkeit bei Fahrsicherheitstrainings

Eine Mehrheit gibt es in der Erhebung für regelmäßig zu absolvierende Fahrsicherheitstrainings: 54 Prozent halten diese bei Autofahrern jeglichen Alters für sinnvoll, 22 Prozent vor allem bei Fahrern unter 25 Jahren. Lediglich 18 Prozent finden Trainings überhaupt nicht hilfreich. Die Ergebnisse fallen dabei in allen Altersgruppen und für beide Geschlechter ähnlich aus.

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Männer fahren mehr als Frauen

Bei der jährlichen Fahrleistung liegen zwischen den Altersklassen kaum Abweichungen vor. Knapp jeder zweite Autofahrer (47 Prozent) kommt auf weniger als 10.000 Kilometer pro Jahr. 45 Prozent legen zwischen 10.000 und 30.000 Kilometer jährlich zurück, nur 6 Prozent mehr als 30.000 Kilometer. Interessant sind die Unterschiede nach Geschlechtern: Männer fahren im Schnitt mehr als Frauen (55 Prozent gegenüber 36 Prozent zwischen 10.000 und 30.000 Kilometern sowie 9 Prozent gegenüber 4 Prozent in der Kategorie über 30.000 Kilometern).