Durch den Verkauf seiner Regionalzeitungen und Zeitschriften, wie das Hamburger Abendblatt, die Berliner Morgenpost, die Hörzu und Bild der Frau, an die Funke-Gruppe, verfügt der Medienkonzern über zusätzlich 920 Millionen Euro Spielgeld. Axel Springer Chef, Mathias Döpfner, will den Konzern konsequent in Richtung neue Medien und Internet ausrichten. Die Einnahmen bei Springer sprechen für diesem Schritt, denn die haben im Bereich Internet letztes Jähr massiv zugelegt. Mit den Portalen Bild.de und Welt.de hat der Verlag eine beachtliche Reichweite und dominiert das Geschäft mit den News im Netz.

Anzeige  

 

Die Leipziger Volkszeitung spekulierte in ihrer Printausgabe vom Freitag über ein mögliches Investment seitens des Springer-Verlages. Ein Einstieg bei Unister scheint logisch, denn mit Portalen wie Fluege.de und ab-in-den-Urlaub.de und der Beteiligung an Travel24.com könnte Mathias Döpfner die Vormachtstellung des Axel Springer Konzerns ausbauen. Unister-Sprecher Dr. Konstantin Koroisides kann die Spekulationen der Leipziger Volkszeitung jedoch nicht bestätigen, es gäbe jedoch "immer wieder Interessenten an strategischen Partnerschaften". Auch Axel Springer will die aktuellen Spekulationen nicht kommentieren.

Für Unister wäre eine Übernahme durch den Axel Springer Verlag sicher ein wichtiger Schritt, um sich von der Konkurrenz zu lösen. Der Verkauf von Reisen und Finanzprodukten im Internet ist ein heiss umkämpfter Markt. Hier kann man sich nur durch Wachstum gegenüber der Konkurrenz behaupten. Unister ist auch nicht das einzige Untermehmen, das für den Axel Spring Verlag interessant sein kann. So gab es bereits Spekulationen über eine Übernahme der Scout-Gruppe, die vor allem mit ImmobilienScout24 und AutoScout24 bekannt ist.

Anzeige