Der Bund muss immer mehr Gelder für Pensionen und Beihilfen zurückstellen. Auf knapp 809 Milliarden Euro summierten sich die Rückstellungen für Pensionen und Beihilfen zum Stichtag 31.12.2019, wie aus der jüngsten Vermögensrechnung des Bundes hervorgeht. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das bereits ein Plus von knapp 51 Milliarden Euro. Auf die Zahlen machte zuerst das Handelsblatt (Donnerstag) aufmerksam.

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Rückstellungen für Pensionsleistungen: Verteilung auf Zahl der anspruchsberechtigten Personen. Stichtag 31.12.2019Vermögensrechnung des Bundes 2019

Immer mehr Geld vonnöten

Die Zahlen bergen einige Brisanz, weil die Rückstellungen - und damit auch die Kosten für den Steuerzahler - seit Jahren stark ansteigen. Im Fünfjahresvergleich schossen die Rücklagen gar um 281 Milliarden Euro hoch: ein Plus von 53 Prozent. Auch im letzten Jahr stiegen sie bereits deutlich (der Versicherungsbote berichtete).

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Dabei sind bei diesen Geldern längst nicht alle Beamte eingerechnet: Es handelt sich um die Rücklagen für die gut 280.300 Bundesbediensteten sowie weitere 590.500 Versorgungsempfänger des Bundes. Wer hingegen für die Sozialversicherung, für Länder oder Kommunen tätig ist, wird bei diesen Zahlen nicht erfasst. Die Bundes-Bediensteten machen rund ein Drittel aller Beamten und Pensionäre aus.