Die Bearbeitung von Schäden ist für Kunden in Vergangenheit oft unangenehm gewesen. Schließlich mussten sie teilweise Tage oder sogar Wochen auf die Bearbeitung des Falles warten. Die Branche hat inzwischen die Zeichen der Zeit erkannt und tritt bewusst aufs Tempo.

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So setzt beispielsweise die Zurich seit Juli 2017 auf künstliche Intelligenz bei der Schadenbearbeitung. Durch den Einsatz von Software-Robotern könne die durchschnittliche Bearbeitungszeit von einer Stunde auf fünf Sekunden reduziert werden. Allein in der Testphase habe der Versicherer so 40.000 Arbeitsstunden einsparen können.

Seit Mai 2018 wird bei der Zurich in der Schadenbearbeitung auch Video-Telefonie eingesetzt. Sachverständige sollen das Bildmaterial auswerten. Dadurch könne die Bearbeitung von Schäden schneller durchgeführt werden.

Nun vermeldet der Versicherer die Regulierung von Sach- oder Haftpflichtschäden mit einem neuen Online-Plattform abrunden zu wollen. Auf dem Onlineshop sollen Kunden die Summe aus dem regulierten Schaden gleich in neue Produkte stecken können. So könne nach einem Schaden an der Waschmaschine gleich ein Ersatzgerät gekauft werden. Auch der Kauf von anderen Produkten sei möglich.

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Die Nutzung solle für den Kunden relativ einfach gehalten werden. So erhielten Versicherte während der telefonischen Schadensmeldung beim Versicherer die zu erwartende Höhe der Entschädigung mitgeteilt. Gleichzeitig werde diese Summe als Gutschrift ins persönliche Online-Schadenportal gestellt. Auch der Kauf von höherpreisigen Produkten sei möglich. Dies würde per Kreditkarte bezahlt. Das Portal wurde gemeinsam mit dem Plattform-Anbieter Scalepoint gebaut. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.