Die Generali-Gruppe krempelt seit 2016 ihr Geschäft radikal um und trennt dabei die Marken nach Vertriebswegen. Während die Ausschließlichkeitsvertreter (wie etwa die Vermögensberater der Deutschen Vermögensberatung) künftig exklusiv Policen der Marke "Generali" anbieten, dürfen Versicherungsmakler nur noch Produkte der Marke "Dialog" verkaufen (der Versicherungsbote berichtete). Online werden weiterhin Produkte von Cosmosdirekt angeboten.

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Einhergehend damit wurde auch bei den Hausmarken aufgeräumt. Dabei gingen auch altgediente Markennamen sowie teilweise heilige Kühe über die Wupper. Denn im Rahmen der Firmenstrategie verfolgt die italienische Versicherungsgruppe einen „One Company“-Ansatz. Regionale Marken in der Konzerngruppe werden eingestampft, während der Versicherer europaweit als Generali auftreten will.

Ein Teil der globalen Strategie „Generali 2021“ sah vor, sich vom Lebenbestand der Generali Leben zu trennen. Anfang April 2019 gaben die Finanzaufseher der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) grünes Licht und der Verkauf an den Run-off-Versicherer Viridium war durch. Damit wechselten rund vier Millionen Verträge mit einem Volumen von 37,1 Milliarden Euro aus dem Besitz des Versicherers mit dem geflügelten Löwen in Richtung Neu-Isenburg. Inzwischen trägt die "alte" Generali Leben den Namen „Proxalto Lebensversicherung AG“.

Kurz darauf folgte der nächste Teil des neun Anstrichs. Im Oktober 2019 endete schließlich die Geschichte einer langen Traditionsmarke. Denn die Generali hat die AachenMünchener als Sachversicher eingestampft und mit der Generali Versicherung AG zur Generali Deutschland Versicherung AG verschmolzen.

Ende Juni hat der Versicherungskonzern nun die restlichen Überbleibsel der AachenMünchener sowie der Central eingedampft. So firmiert die AachenMünchener Leben nun unter Generali Deutschland Lebensversicherung. Die Central Krankenversicherung AG wurde in Generali Deutschland Krankenversicherung AG umbenannt. „Für Vertriebspartner und Kunden ändert sich durch die Umfirmierung nichts - lediglich der Unternehmensname ist neu“, berichtet ein Generali-Sprecher dem Versicherungsboten. Entsprechend soll auch die Zahlung der Versicherungs-Beiträge wie bisher bleiben, wie die Generali in einem Schreiben an Vertriebspartner zusichert. Die Kundinnen und Kunden der jetzigen Central will der Versicherer in einem eigenen Schreiben über den Namenswechsel informieren.

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„Der jetzt vollzogene Schritt komplettiert unsere vor vier Jahren eingeleitete, erfolgreiche Transformation in Deutschland. Mit dem nunmehr einheitlichen Markenauftritt als Generali Deutschland bündeln wir unsere Kräfte für noch besseren Service, noch bessere Produktangebote und innovativen Versicherungsschutz in der Lebens-, Sach- und Krankenversicherung. Es ist unser erklärtes Ziel, die Nummer 1 in profitablem Wachstum, Innovation, Kundenservice und so zum Lifetime Partner unserer Vertriebspartner sowie unserer Kunden zu werden. Durch unsere Größe, die Stärke der Nummer 1-Marke in Europa und mit der unvergleichlichen Vertriebskraft unseres langjährigen, exklusiven Partners, der Deutschen Vermögensberatung, sind wir besser als je zuvor aufgestellt, unsere ambitionierten Ziele in Deutschland umzusetzen.“, sagte Giovanni Liverani, Vorstandsvorsitzender der Generali Deutschland AG.