Endlich, auf dem Display seines Telefons sieht der Versicherungsmakler Rudolf S. (48 Jahre), dass sich sein Steuerberater meldet. Wird ja auch Zeit, denkt er sich, denn vor 2 Tagen schrieb er ihm eine E-Mail mit der Frage, welche der derzeitigen Fördermittel und den Soforthilfen für Selbständige für ihn in Frage kommen. Schließlich merkt auch er als Vorsorgespezialist jede Woche mehr die Unsicherheit im Markt und bei seinen Kunden. Die Lage ist nicht dramatisch, da er ja auch einen Kundenbestand hat, aber sein Neugeschäft leidet.

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Dieter Kiwus hat 37 Jahre Branchenerfahrung und ist seit nunmehr 25 Jahren Trainer und Berater für Finanzdienstleister.

Einerseits möchte Markus gerne als Betroffener der Corona-Krise, Gelder, die ihm zustehen auch nutzen, andererseits hat er keine Lust auf Ärger mit den Finanzbehörden wegen vielleicht unnötigen Fehlern bei der Beantragung.

Also geht er rasch ans Telefon und nach rund 10 Minuten und für ihn etwas zu vielen „Wenn´s“, „Aber“ und „Möglicherweise“ war er zwar etwas schlauer als vorher, aber so richtig sicher was er denn jetzt konkret tun solle, war er sich nach dem Telefonat leider immer noch nicht.

Genau so geht es derzeit hunderttausenden Selbständigen in ganz Deutschland.

Denn jeder weiß, da gibt es dies und das, aber der richtige Durchblick im Punkto Hilfen von Bund und Ländern im Rahmen der Corona Krise, will sich bei den meisten nicht so recht einstellen.

Dadurch existieren 4 Risiken für einen selbständigen Vermittler wie Rudolf S.:

  • Wartet er zu lange, könnten ihm zustehende Gelder, die er in den nächsten Monaten gut gebrauchen könnte, bereits vergriffen sein.
  • Bei falsch beantragten Hilfen könnten sich im Nachhinein neben drohenden Rückzahlungen, sogar rechtlich negative Konsequenzen ergeben.
  • Für interessante Förderprogramme könnte er wichtige Beantragungsfristen übersehen.
  • Er erfährt überhaupt nichts über interessante Fördermöglichkeiten und beantragt diese deshalb auch nicht.

Also ist gerade jetzt guter Rat diesbezüglich enorm wichtig, welche Hilfen überhaupt relevant und welche davon besonders sinnvoll sind.

Grundsätzlich wird derzeit unter folgenden finanziellen Corona-Hilfen für Selbständige unterschieden:

  1. Liquiditätshilfen, also Sonderkredite für Unternehmen
  2. Soforthilfen von Bund und Ländern für in Not geratene Selbständige
  3. Steuerstundungen, um die Liquidität der Unternehmen zu sichern
  4. Kurzarbeitergelder, um Kündigungen von Mitarbeitern zu verhindern
  5. Fördermittel für spezielle Beratungsmaßnahmen die zur Krisenbewältigung dienen

Hier eine Kurzübersicht, die eine erste Entscheidungsgrundlage geben kann:

Zusätzlich gibt es von den jeweiligen Bundesländern noch unterschiedlichste Sonderprogramme für Selbständige, die sich teilweise stark hinsichtlich der Kriterien und Umfang unterscheiden.
Den kompletten Umfang aller Möglichkeiten und Angebote hier aufzuzählen würde den Umfang dieses Artikels leider deutlich sprengen.

Wichtig für jeden Selbständigen ist es, hier den Steuerberater darauf zu drängen, diesbezüglich umfassend zu informieren und anders wie in unserem Beispiel oben geschehen, sich ganz konkrete Handlungsempfehlungen geben zu lassen.

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Tipp:

Lassen Sie sich im Zweifelsfall möglichst bei der Beantragung der gewünschten Hilfen immer auch von erfahrenen Profis assistieren, denn bei den Formularen der einzelnen Hilfs-, und Förderprogramme, steckt der Teufel sehr häufig buchstäblich im Detail. Viele Antragsteller verlieren dadurch oft wertvolle Wochen wegen vermeidbarer Rückfragen der jeweiligen Behörde. Schlimmer noch sind nicht genehmigte Anträge, nur wegen vermeidbarer formaler Fehler, die (wenn man es weiß) einfach zu vermeiden sind.