Der Münchener Versicherungskonzern Allianz will sich noch stärker am Geschäft mit Autos beteiligen. Zwar werde der Versicherer nicht direkt Autos verkaufen. An Dienstleistungen beziehungsweise an Versicherungen, die rund um den Autokauf an den Mann oder die Frau gebracht werden können, ist der Konzern aber schon interessiert.

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Einen tieferen Einblick in das Geschäft mit Autos wagte der Versicherer über die eigene Insurtech-Einheit Allianz X. Diese hatte im Februar 2017 eine Auto-Verkaufsplattform für Privatkunden in die unternehmerische Selbstständigkeit geschickt. Das Baby arbeitet seither unter dem Namen Abracar. Das Unternehmen vermittelt über eine Online-Plattform junge Gebrauchtwagen von Privatpersonen an Privatpersonen. Die passende Rechtsschutz-Police aus dem Hause Allianz gibt es gleich dazu.

Anfang Juni 2018 folgte eine weitere spannende Koopeation. Seither arbeitet der Versicherer mit der Deutschen Bank und dem Online-Gebrauchtwagenhändler Auto 1 zusammen. Gemeinsam haben die Partner die Plattform "Auto 1 Fintech" gegründet. Das neue Unternehmen solle unter anderem Auto-Kredite sowie Versicherungsprodukte anbieten. Diese sollen direkt in die Verkaufsstrecke eingebaut werden.

Nun sollen 11,5 Millionen Euro aus München in den digitalen Gebrauchtwagen-Vermittler Abracar fließen. Denn die Auto-Verkaufsplattform soll wachsen. Laut eigener Angaben erhalte das junge Unternehmen monatlich Neuaufträge im Fahrzeugwert von mehr als zehn Millionen Euro. Damit liege Abracar mit Blick auf die verkauften Stückzahlen bereits heute im Bereich der Top50 der stationären Autohändler. Aktuell würden sich über 1.300 junge Gebrauchte in der Vermarktung befinden. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

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Mit der Finanzierungsrunde soll nun die Marktstellung in Deutschland ausgebaut werden. Zudem solle das Angebot nach Österreich und Frankreich ausgedehnt werden. "Abracar ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie wir bei Allianz X junge Digitalunternehmen fördern, die Überschneidungen mit unserem traditionellen Kerngeschäft bieten," erklärt Nazim Cetin, CEO von Allianz X.