Seit der Gründung von Verivox im Jahr 1998 ist das Verbraucherportal stetig gewachsen. So angelte sich das Heidelberger Unternehmen beispielsweise im Mai 2014 seinen Konkurrenten Transparo. Drei Monate später wurde der Wettbewerber Toptarif übernommen. Im Juni 2016 wechselte die Verivox Gruppe in den Besitz der ProSiebenSat.1 Tochter 7Commerce. Das Medienhaus übernahm 80 Prozent der Anteile an Vergleichsportal und wollte diesen zum führenden Portal aufbauen.

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Seither herrscht ein rauer Wettbewerb zwischen dem Branchenprimus Check24 und Verivox. Während Check24 vor allem über die mediale Werbung punktet, hatte Verivox 2017 zwei Kooperationen mit Maklerpools eingetütet. So sollen Vertriebspartner von Fonds Finanz und der Deutschen Makler Union (DMU) Tarife in den Bereichen Strom, Gas und DSL über Verivox an den Mann oder die Frau bringen.

Nun forciert erneut Verivox den Wettstreit. Dabei setzt das Unternehmen auf eine Kooperation mit dem Bundesverband der Sachverständigen für das Versicherungswesen (BVSV). Gemeinsam wollen sich beide Partner für mehr Verbraucherschutz einsetzen. Dafür sollen sogenannte Verbraucher-Zentren aufgebaut werden.

Das erste BVSV-Verbraucher-Zentrum solle bereits am 20. Juni 2018 in Sulingen eröffnet werden. Dort sollen sich Verbraucher zu Tarifen für Strom, Gas, DSL, Mobilfunk, sowie Versicherungen beraten lassen können. Gemeinsam mit dem BVSV-Sachverständigen könne dann ein Vertragswechsel vorgenommen werden, heißt es in einer Pressemitteilung. Überdies würden die Mitarbeiter auch bei der Abwicklung von Schäden im Versicherungsfall helfen. Zudem stünden für rechtliche und steuerrechtliche Auskünfte lokale Vertragsanwälte und Steuerberater parat.

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„Das Verbraucherzentrum bringt die BVSV-Experten noch einen Schritt näher an die Versicherten. Mit dem Zugriff auf die Verivox-Angebote können wir dem Versicherten nicht nur eine kompetente Beratung zu Versicherungen anbieten, sondern die komplette Rundum-Beratung zu all seinen Verträgen.“, sagt BVSV-Vorsitzender Andreas Schwarz. Bis zum Jahresende sollen weitere Zentren aufgebaut werden. In Summe sollen "bundesweit maximal 7.500 Büros geöffnet werden", bestätigte Schwarz auf Anfrage. Durch die Kooperation könnte das Vergleichsportal damit bis zu 7.500 lokale Verkaufsstellen hinzugewinnen.