Die Central Krankenversicherung hat seit Jahresbeginn mehr als 20.000 Pflege-Bahr-Versicherungen verkauft. Der Großteil des Neugeschäfts der staatlich geförderten Pflegetarife wurde dabei über den Vertrieb der DVAG generiert.

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Central Pflege-Bahr: DVAG sorgt für gute Zahlen

Zudem vermeldet der Krankenversicherer einen starken Anstieg der Nachfrage bei Pflegezusatztarifen. So habe sich jeder zehnte Versicherungsnehmer neben der Pflege-Bahr-Versicherung zusätzlich für einen ergänzenden Pflegetarif entschieden.

"Zuletzt konnte ich immer wieder von 'fehlender Nachfrage' lesen. Unsere Kundengespräche spiegeln etwas anderes wider: Die hohe Aufmerksamkeit, die durch die öffentliche Debatte geschaffen wurde, führt selbst bei vielen jüngeren Menschen dazu, sich mit ihrer Situation im Alter auseinanderzusetzen", sagt Heinz Teuscher, Vorstandsvorsitzender der Central Krankenversicherung.

Große Nachfrage bei Pflegezusatztarifen

Noch im April waren Experten des Bundesgesundheitsministeriums von lediglich 10.000 verkauften Pflege-Bahr Policen ausgegangen (der Versicherungsbote berichtete: „Bisher nur circa 10.000 Pflege-Bahr Policen verkauft“). Dabei wurde spekuliert das die geringen Verkaufserfolge auch mit dem zögerlichen Verhalten der Versicherer zusammenhänge.

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Heinz Teuscher: "Bis 2050 leben in Deutschland rund 4,5 Millionen Pflegebedürftige, 2 Millionen mehr als heute. Gleichzeitig sind die Menschen auf die Situation zu wenig vorbereitet. So wollen laut Generali Altersstudie rund 60 Prozent der 65- bis 85-Jährigen möglichst in der eigenen Wohnung gepflegt werden, sollte es einmal notwendig sein. Weniger als ein Drittel hält jedoch die eigenen vier Wände für altersgerecht. Hier entsteht für die Menschen ein großer Bedarf - auch an Versicherungsleistungen."