Ob die anderen betroffenen Versicherer rechtliche Schritte gegen die Entscheidung einleiten werden, ist derzeit noch unklar. Medienberichten zufolge, soll der australische Versicherer QBE juristische Schritte erwägen. QBE erwartet durch das Urteil Mehraufwendungen in Höhe von 54 Mio. Pfund. Der Versicherer Hiscox, von dem mit Abstand die meisten Bedingungsformulierungen überprüft worden, korrigierte seine Schadenerwartung nach unten und rechnet nun mit 150 Mio. Pfund weniger Kosten. Der Versicherer müsse bei weniger als einem Drittel seiner 34.000 betroffenen Policen zahlen.

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Rechtsstreitigkeiten um die Leistungspflicht von Betriebsunterbrechungspolicen fanden u.a. auch in Frankreich und Deutschland statt. In Deutschland gibt es nicht die Möglichkeit, vergleichbare Musterprozesse wie in Großbritannien zu führen. Ein Rechtsgutachten von Prof. Seitz (LMU) sieht viele Versicherer in der Leistungspflicht.