Der Versicherer LVM stellt seine Banktochter ins Schaufenster. Dabei war die Augsburger Aktienbank erst 2002 in den Besitz des Versicherungsvereins aus Münster gewechselt. Vorher firmierte das Geldhaus unter dem Namen Allianz Vermögens-Bank und gehörte zum Allianz-Konzern.

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Münchener Versicherungsriese hatte sich aber bereits 2001 die Dresdner Bank gekrallt, um diese in 2008 an die Commerzbank abzugeben. Ende 2008 versuchte sich die Allianz übrigens erneut mit einer Bank und holte sich die Oldenburgische Landesbank (OLB) ins Haus. Doch auch mit der OLB hatte die Allianz kein Glück und verkaufte die Anteile an der größten privaten Regionalbank in Deutschland schließlich an die Bremer Kreditbank AG.

Bei der LVM ist man offenbar auch nicht ganz glücklich mit dem eigenen Bankhaus. Denn die Direktbank, die rund 320.000 Kunden zählt, hat in 2018 einen Verlust von 3,6 Millionen Euro eingefahren. Deshalb hat sich der Versicherer an den Verhandlungstisch begeben, um mit Interessenten einen Verkauf auszuloten. Aktuell soll es mindestens zwei Bieter geben. Aktuell lägen aber die Preisvorstellungen noch zu weit auseinander. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung".