Das Ratinghaus Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) hat Riester-Renten von 33 Anbietern unter die Lupe genommen. Dabei wurden in Summe 40 Tarife auf bis zu 81 Kriterien hin untersucht. Die Produkte wurden in fünf verschiedene Kategorien: „klassische Riester-Renten“, „Klassik Plus“, „fondsgebundene Tarife mit Garantien“, „Index“ und „Comfort“ eingeteilt (Erläuterung siehe unten).

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Besonders gewichtet wurde im Rating mit 35 Prozent der Faktor „Unternehmenssicherheit“ anhand von Stabilität, Sicherheit, Ertragskraft und Markterfolg. Ausschlaggebend waren hier Faktoren wie die Beitragseinnahmen in Brutto-Beiträgen, der Kapitalanlagebestand oder die Solvabilitätsquote. Testkriterium Numero Zwei waren die Renditechancen im Produktvergleich, die zu 30 Prozent in das Rating einflossen. Die Flexibilität der Rente wurde mit 25 Prozent gewertet. Als letztes Testkriterium floss die Transparenz in das Rating ein: etwa, ob Verwaltungs-, Vertriebs- und Abschlusskosten nachvollziehbar ausgewiesen werden und die AGB verständlich sind. Dieses Kriterium, für Verbraucher ebenfalls wichtig, trug nur magere zehn Prozent zum Gesamtrating bei.

Allianz bleibt konstant an der Spitze

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich an den Spitzenpositionen nicht viel verändert. Der Versicherer Allianz bleibt auch in diesem Jahr der Platzhirsch. Denn in Summe gingen die Münchener in vier der fünf Kategorien als Sieger hervor. Besser war der blaue Riese zuletzt im Jahr 2017. Nach Interpretation des IVFP hatte die Allianz damals die Riester-Konkurrenz wie früher Usain Bolt die Sprint-Disziplinen dominiert. In allen Kategorien stand Deutschlands Branchenprimus auf dem Siegerpodest ganz oben und konnte die Mitbewerber auf Distanz halten. Da sich das Unternehmen aus den klassischen Riester-Renten zurückgezogen hatte, zogen im vergangenen Jahr einige Wettbewerber vorbei.

Bei den klassischen Renten-Policen triumphiert die R+V Lebensversicherung mit ihrer "R+V-RiesterRente" mit einer "sehr guten" Benotung. „Klassik“ wird dabei wie folgt definiert. Die Anlage der Beiträge erfolgt ausschließlich im Sicherungsvermögen oder ausschließlich in einem sicherheitsorientierten Sondervermögen. Der Kunde erhält auf den Sparanteil einen festen Zinssatz beziehungsweise den gesetzlichen Höchstrechnungszins.

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Zweitplatzierte wird die Targo mit der „Reform-Rente Sicherheit“, die mit ebenfalls ein "sehr gutes" Ergebnis erzielen konnte. Auf den Rängen folgen drei Tarife, die jedoch nicht namentlich genannt werden.