Die Wohngebäude-Versicherer blicken auf ein schwieriges Jahr 2017 zurück. Das zeigt der Branchenmonitor der V.E.R.S. Leipzig GmbH und des Marktforschers YouGov, für den die Geschäftszahlen von 50 Versicherern ausgewertet wurden. Im Schnitt mussten die Anbieter ein negatives versicherungstechnisches Ergebnis ausweisen: in der Bilanz steht ein Fehlbetrag von 3,63 Millionen Euro. Veränderungen der Schwankungsrückstellung wurden hierbei nicht eingerechnet. Und das, obwohl die ganz großen Unwetterkatastrophen im Jahr 2017 sogar ausgeblieben sind. Jedoch richten extreme Wetterphänomene regional einen immer größeren Schaden an.

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Der Versicherungsbote hat sich Zahlen für die Branchengrößen genauer angesehen. Besonders die Geschäftsergebnisse des Branchenprimus Allianz verweisen auf die Probleme der Branche. Einige Unternehmen heben sich aber auch durch gute Geschäftszahlen vom Gesamtfeld ab.

Wohngebäudeversicherung: Die Branchen- "TopTen" nach Marktanteilen

Erneut sei zunächst daran erinnert: Tochtergesellschaften unter dem Dach eines Versicherers werden in den Branchenmonitoren nach Rechtsform getrennt ausgewiesen, so dass zum Beispiel Töchter unter dem Dach der HUK-Coburg oder der DEVK getrennt in die Bewertung eingehen. Folgt man dieser Methodik, dominieren folgende Unternehmen den Wohngebäude-Markt nach gebuchten Bruttoprämien in 2017:

Wie in so vielen Branchen ist auch bei der Wohngebäudeversicherung die Allianz marktführend: 942,48 Mio. Euro gebuchte Prämien für 2017 sichern ihr einen Marktanteil von 13,09 Prozent. Als zweitgrößter Versicherer nach Marktanteilen erscheint die SV Gebäudeversicherung, die mit 556,4 Mio. Euro gebuchten Prämien 7,73 Prozent des Marktes halten kann. Der Sparkassen-Versicherer ist vor allem in den Bundesländern Baden-Württemberg, Thüringen, Hessen und Rheinland-Pfalz vertreten, dort aber teils sehr stark in der Wohngebäude-Versicherung aufgestellt.

Es folgen nach absteigender Größe: die R+V Allgemeine mit 458,16 Mio. Euro gebuchten Prämien und 6,37 Prozent des Marktes, die AXA mit 421,18 Mio. Euro gebuchten Prämien und 5,85 Prozent des Marktes sowie die Westfälische Provinzial mit 331,60 Mio. Euro gebuchten Prämien und 4,61 Prozent des Wohngebäude-Marktes. Als Branchensechster nach Marktanteilen schließt sich die Provinzial Rheinland an: 294,55 Mio. Euro Prämien für 2017 ermöglichen ihr 4,09 Prozent des Marktes.

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Siebtgrößter Versicherer darf sich der Bayerische VersVerband nennen mit 277,37 Mio. Euro und 3,85 Prozent vom Markt. Rang acht nach Marktanteilen: Die LVM, die durch 260,87 Mio. Euro einen Marktanteil von 3,62 Prozent hält. Rang neun erwirtschaftet die VGH Landschaftliche Brandkasse mit 212,73 Mio. Euro gebuchten Prämien für 2017 und 2,96 Prozent des Markes. Auch die Generali schafft es noch in die "TopTen" der Branchengrößen mit 203,77 Mio. Euro an gebuchten Prämien und einem Marktanteil von 2,83 Prozent.