3,88 Millionen oder 8,6 Prozent der Euler-Hermes-Anteilsscheine zum Wert Stand Mittwoch in Höhe von knapp 320 Millionen Euro gibt die Allianz ab. Davon gehen über ein Rückkaufprogramm 4,9 Prozent der Anteile (gut 180 Millionen Euro) an Euler Hermes, die der Exportversicherer über ein Aktienrückkauf-Programm erwirbt. Den Rest der Anteile übernehmen institutionelle Anleger. Der Deal ging laut „Handelsblatt“, das hierüber berichtet, in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag über die Bühne.

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Allianz pflegt ihr Eigenkapital weiter

Im Effekt schüttet Euler Hermes mit dem anteiligen Kauf des Allianz-Pakets 180 Millionen Euro an den eigenen Großaktionär aus. Im Effekt sinkt der Anteil der Allianz Vie, in deren Büchern die Beteiligung geführt wird, von 67,8 auf 63 Prozent. Zugleich stärkt der französische Lebensversicherer durch den Abbau seiner Position bei Euler Hermes seine Eigenkapitalbasis gemäß den Anforderungen von Solvency II.

Die Allianz pflegt ihr Eigenkapital seit einiger Zeit schrittweise und stößt eigenkapitalintensive Portfolien ab; erst in Südkorea und jüngst in Taiwan durch einen Verkauf von Aktien an die Taiwan Life Insurance (der Versicherungsbote berichtete). Kaufpreis für die 80.000 von den Münchenern veräußerten Lebenpolicen war ein symbolischer Taiwan-Dollar oder praktisch null. Im Gegenzug wurde die Allianz Vier-Prozent-Garantien los. In Geld gerechnet machte der Konzern mit diesem Deal gut eine Milliarde gebundenes Kapital frei und verbuchte einen „kleinen dreistelligen Verlust“, teilte das Unternehmen kürzlich anlässlich der Verkündung seiner Quartalszahlen per Ende März mit.