Ursula von der Leyen legte vor, nun ist die SPD am Zuge: Am Montag will der Parteivorstand der Sozialdemokraten erstmals über ein neues Eckpunktepapier zur Rentenpolitik beraten. Die Pläne sind von einer Kommission unter Leitung des SPD-Parteichefs Sigmar Gabriel erarbeitet worden. Es soll der Startschuss zu einer parteiweiten Rentendiskussion sein – und tatsächlich ließen erste Reaktionen bereits auf Diskussionsbedarf schließen.

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Die Solidar-Rente: 850 Euro Grundsicherung Ausbau der Betriebsrenten

Besonders von der SPD-Linken ist Widerstand zu erwarten, denn an der Rente mit 67 Jahren und der Absenkung des Rentenniveaus will die SPD festhalten. Auch sind die Vorschläge der SPD-Spitze nicht soweit entfernt von dem, was zuvor Ursula von der Leyen empfohlen hatte. Das Rentenkonzept der Sozialdemokraten sieht eine Mindestrente von 850 Euro vor – für alle Menschen, die mindestens 40 Jahre Vollzeit gearbeitet und 30 Jahre lang Beiträge gezahlt haben. Zudem sollen Zeiten längerer Arbeitslosigkeit stärker als heute bei der Berechnung von Rentenansprüchen berücksichtigt werden. Auch Geringverdiener bekommen ihre Grundsicherung auf 850 Euro aufgestockt, wenn sie mindestens 35 Jahre beitragsversichert waren.