Frau Burk, wie ist Ihr Maklerbüro bisher durch die Corona-Krise gekommen? Ihr Büro ist im Berchtesgadener Land, das sehr hohe Infektionszahlen aufwies. Konnten Sie die Kundschaft weiterhin betreuen?

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Sabine Burk: Wir sind gut und organisiert durch das letzte Jahr gekommen. Durch Homeoffice, die fortschreitende Digitalisierung und abwechselnde Teams in unseren Büroräumen konnten wir unsere Kunden weiterhin gut betreuen.

Bei Gewerbeversicherungen vermitteln Sie schwerpunktmäßig landwirtschaftliche Versicherungen oder Versicherungen für Kundinnen und Kunden aus dem Bereich der Hausverwaltung. Wie fanden Sie zu dieser Zielgruppe? Hat hierbei auch eine Rolle gespielt, dass Sie für einen Makler aus dem ländlichen Raum (Oberbayern) arbeiten? Hat es sogar Vorteile, sich auf eine Region zu konzentrieren, der man sich verbunden fühlt?

Die Zielgruppe Landwirtschaft entstand automatisch durch die Verbundenheit gegenüber der Region und den Menschen, die hier leben. In unser Hausverwalterkonzept sind wir gemeinsam mit Kunden hineingewachsen. Wir haben es immer weiter ausgebaut – davon profitieren alle Beteiligten. Unsere Kunden kommen zu 100Prozent durch Empfehlungen, was Ihre Nachfrage „Hat es sogar Vorteile, sich auf eine bestimmte Region zu konzentrieren?“ sehr gut beantwortet. Für uns hat deswegen die Regionalität mehr Vorteile als eine spitze Spezialisierung auf eine Nische.

Was sind häufig auftretende Risiken und Schäden, die speziell Landwirtschafts-Kunden absichern müssen und wollen? Können Sie uns hier einen kurzen Einblick geben?


In der Landwirtschaft sind hohe Sachwerte vorhanden – Maschinen, Geräte usw. Hier achten wir auf Thematiken von „Gemeinschaftseigentum“. Denn oft gibt es Schwadergemeinschaften oder Güllegesellschaften, bei denen sich viele Landwirte ein Gerät gemeinsam kaufen – dieses wird dann teilweise vermietet und verliehen. Hier muss der Schutz passen, damit im Schadenfall die Kosten erstattet werden. Oder im Gebäudebereich ist die „erweiterte Wiederaufbauklausel“ relevant. Hier kann der Kunde in der Gebäudeversicherung – entsprechend seiner betrieblichen Situation – entscheiden, ob er beim Wiederaufbau zum Beispiel einen Stall oder eine Produktionshalle errichten will, wenn er entsprechende Kapazitäten benötigt.

Wie weit lassen sich die Absicherungskonzepte für Landwirte und Hausverwalter standardisieren bzw. wie beratungsintensiv sind sie? Ich nehme an, Sie müssen sich die Betriebe sehr genau anschauen, um passende Abschicherungs-Konzepte anbieten zu können.


 Im Bereich der Hausverwalter-Absicherung werden ein Ansprechpartner sowie einzigartige, spezielle Deckungskonzepte nachgefragt. Zudem bieten wir ein weitreichendes Bedingungswerk und eine durchstrukturierte Schadenabwicklung. Bei Landwirtschaftskunden sind andere Ansprüche da, hier ist der regelmäßigen Kundenkontakt und die regionale Nähe ausschlaggebend für eine gute Kundenverbindung. Wichtig ist – wie bei allem, was man mit Herzblut macht – dabeibleiben, sich informieren und mit den Kunden ins Gespräch kommen. Und zum Stichwort „beratungsintensiv“: Das kann bei bestimmten Kunden auch mal eine Hausratversicherung sein. ☺ Jeder von uns hat sich deshalb seinen Beruf ausgesucht, weil er gern in die Beratung und Unterstützung unserer Kunden „geht“ – und weil es ihm Spaß macht, auf individuelle Bedürfnisse einzugehen.


Ihr Maklerbüro ist vergleichsweise groß. Sind Sie Teamworkerin – vielleicht im Unterschied zu klassischen „Einzelkämpfern“? Welche Vorteile bietet es, in einem Team zu arbeiten?

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Hier kann ich, von meiner Seite aus, nur als „Teamworkerin“ berichten. Ich war nie „Einzelkämpferin“. Versicherungsmakler in unserer Größenordnung zu sein, ist nur durch gute, zuverlässige und kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglich.

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