Im Jahr 2013 war das Insurtech Knip an den Markt gegangen. Damals wollte das in Zürich gegründete Unternehmen den Versicherungsmarkt aufmischen. Angetrieben von Gründer Dennis Just sah sich der App-Versicherungsmakler als klarer Marktführer unter den Vermittlern der neuen Generation. Zu diesem Zeitpunkt war die Kriegskasse mit knapp 14 Millionen Euro eingeworbenem Risiko-Kapital prall gefüllt. Nach eigenen Aussagen hatte man zwischenzeitlich gut 700.000 App-Nutzer eingesammelt. Wieviele davon tatsächlich aktiv waren oder sind, ist nicht bekannt.

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Mitte 2017 fusionierte Knip schließlich mit dem niederländischen Anbieter für Vergleichssoftware Komparu. Das Unternehmen fährt seither unter der Flagge Digital Insurance Group. Zu diesem Zeitpunkt arbeitete Knip bereits mit dem Maklerpool Blau direkt zusammen.

Das Lübecker Unternehmen hatte für die Digital Insurance Group die automatisierte Bestandsverwaltung übernommen. Nun vermeldet Blau Direkt den Kauf des kompletten Bestands. Künftig solle die Betreuung der Kunden über den Robo-Advisor aus dem Hause Blau direkt durchgeführt werden. Dies solle zunächst weiter unter der Marke Knip erfolgen. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor. Über den Kaufpreis ist indes nichts bekannt.

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Zuletzt hatte Blau direkt verstärkt auf Kooperationen gesetzt. Über einen Verbund von mehreren Pools sollen allein in diesem Jahr Provisionserlöse in Höhe von rund 110 Millionen Euro erwirtschaftet werden. Mit an Bord sind unter anderem der Maklerpool Wifo und der KV-Vertrieb Inpunkto. Bei dem angestrebten Superpool bringt Blau direkt vor allem die eigenen Software-Angebote und BackOffice-Dienste ein und schafft es so, die eigenen Ressourcen kostengünstiger und damit effektiver zu machen.