Vor einigen Wochen erhielten Versicherungsmakler eine zusätzliche Vereinbarung zur bestehenden Zusammenarbeit mit der Universa. Der Nürnberger Versicherer hatte sich bei dem Schreiben auf das Rundschreiben „Hinweise zum Versicherungsvertrieb“ der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) berufen.

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Im Schreiben heißt es unter anderem: „Nach § 48 VAG ist uniVersa verpflichtet, nur mit gewerbsmäßig tätigen Vermittlern zusammenzuarbeiten, die im Besitz einer Erlaubnis nach§ 34d Abs. 1 GewO und im Register nach § 11a GewO eingetragen sind. Dies gilt in vollem Umfang auch für Untervermittler, mit denen keine unmittelbare Vermittlervereinbarung besteht. Ich/wir verpflichte/n mich/uns daher, nur mit Untervermittlern zusammenzuarbeiten, die den Anforderungen der Gewerbeordnung und der Versicherungsvermittlungsverordnung genügen.“

Im Weiteren sollten Makler per Unterschrift erklären, dass sie auch folgende Verfahrensweisen einhalten werden:

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  • dass ich/wir mich/uns mindestens im gesetzlich vorgeschriebenen Umfang von 15 Stunden je Kalenderjahr weiterbilde/n (§ 34d Absatz 9 GewO);
  • unmittelbar bei der Vermittlung oder Beratung mitwirkende Personen nur zu beschäftigen, wenn diese über die für die Vermittlung der jeweiligen Versicherung sachgerechte Qualifikation verfügen, ich/wir geprüft habe/n, dass diese zuverlässig sind und sich diese mindestens im gesetzlich vorgeschriebenen Umfang von 15 Stunden je Kalenderjahr weiterbilden(§ 34d Absatz 9 GewO);
  • uniVersa im Rahmen von Stichproben bzw. bei begründetem Anlass auf Verlangen entsprechende Nachweise darüber herauszugeben;
  • vor Aufnahme eines Antrags abzufragen ob der Kunde im Vorfeld bereits eine Beratung durch einen Versicherungsberater erhalten hat, da ansonsten keine Courtage-/Provisionszahlung erfolgen kann;
  • die von der BaFin im Rundschreiben aufgestellten Mindestanforderungen bei der Zusammenarbeit mit Tippgebern zu beachten.

Unmittelbar darauf folgt sodann auch gleich die Drohung der uniVersa (Zitat): „Sollten die vorgenannten Vorgaben nicht eingehalten werden, kann dies eine/n fristlose/n Kündigung/Widerruf der Zusammenarbeit nach sich ziehen.“