Oftmals zahlen die Mieter ihre Miete nicht böswillig nicht mehr weiter, sondern können das Geld einfach nicht mehr aufbringen. Das kann beispielsweise durch Arbeitslosigkeit, Scheidung oder Krankheit begründet sein. Auch der Anteil der Mietnomaden, die ihre Miete dann ab einem bestimmten Zeitpunkt absichtlich nicht mehr zahlen, ist in der Vergangenheit angestiegen.

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Ein Mietausfall kann aber beispielsweise auch dadurch entstehen, dass die Wohnung – zumindest zeitweise – nicht vermietbar ist. Das kann infolge von Schäden der Fall sein, die durch Verwahrlosung des Mieters oder durch asozialen Umgang mit der Mietsache entstehen und zur Kündigung des Mietverhältnisses oder zur gerichtlichen Räumung der Wohnung führen. Sollten dann Renovierungs-, Sanierungs- oder Desinfektionsarbeiten erforderlich sein, tritt die Mietausfallversicherung für diese Schäden und den entstandenen Mietausfall ein. Aus den genannten Gründen kann es für Vermieter sinnvoll sein, sich gegen das finanzielle Risiko des Mietausfalls abzusichern, zum Beispiel durch eine Mietausfallversicherung.

Ein gesetzlicher Mieterschutz ist in Planung. Die Neuauflage des Mietrechts soll die Rechte des Vermieters stärken und unter anderem die Kosten einer Räumung senken und eine schnellere Räumung ermöglichen.

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Welche Leistungen beinhaltet die Mietausfallversicherung?

Die Mietausfallversicherung ist eine ganz spezielle Versicherung für Vermieter, durch die sich diese Zielgruppe gegen die negativen finanziellen Folgen absichern können, die durch die entgangenen Mieteinnahmen entstehen können. Dass das Risiko des Mietausfalls keineswegs gering ist, zeigt die Statistik deutlich. So gibt es hierzulande in jedem Jahr Mietausfälle im Gesamtvolumen von bis zu 4 Milliarden Euro. Die Hauptleistung der Mietausfallversicherung besteht nun darin, den finanziellen Schaden zu ersetzen, der durch die entgangene Miete verursacht wurde. Es wird also von der Versicherung quasi die Mietzahlung übernommen, allerdings nur für den vertraglich vereinbarten maximalen Zeitraum. Dieser kann sich je nach Anbieter und Versicherung zwischen sechs und 24 Monaten bewegen. weiter auf Seite 2...