In Las Vegas, Stadt der Prominenten und des Spiels, fand vom 23. bis 25. September 2019 die größte Insurtech-Messe der Welt statt – die InsureTech Connect. Dies war Anlass für Robin Kiera von digitalscouting.de, den früheren AWD-Chef, TV-Promi und Investor Carsten Maschmeyer über Trends auszufragen. Der Versicherungsbote hat sich Maschmeyers Prognosen angesehen.

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Insurtechs: Chancen vor allem beim Back Office der Versicherer

Demnach sei aktuell die Welle jener Insurtechs vorbei, die dem direkten Vertrieb Konkurrenz machen. Wäre es doch „viel zu teuer“, wenn man nur „Insurtechs habe, um Leads zu generieren“. Suchmaschienen verdienten sich "daran doof" und die Investoren "würden leiden". Somit würde es schwierig für „B2C-Insurance“ – und damit für Lösungen, die den Vertrieb vom Business an die Kunden im Auge haben. Weit wichtiger hingegen werden "Geschäftsmodelle B2B“.

Die Chancen für solche Geschäftsmodelle sieht Maschmeyer vor allem im Datenmanagement und beim Back Office – und damit bei Prozessen, die im Hintergrund des Geschäftsbetriebs ablaufen. So helfen Insurtechs in Zukunft aus seiner Sicht vor allem darin, die großen Verwaltungen von Versicherungen schneller und günstiger zu machen. Doch auch für Kunden sieht er einen Nutzen und damit Potenzial – und zwar im Servicebereich. Könnten doch Insurtechs helfen, dass Kunden schneller ihre Police bekommen oder dass ein Schaden schneller bearbeitet wird.

Social Media-Kontakt zur Zielgruppe: Nicht durch den IT-Direktor kurz vor der Pensionierung

In einem weiteren Video nennt der Juror aus dem TV-Format "Höhle der Löwen" auch sein Rezept, wie Versicherer Social Media besser für sich nutzen könnten. Zunächst einmal müssten Versicherer überhaupt erkennen, dass die Wege über Social Media „die neuen Akquisitionswege sind“. Hingegen sei die Zeit der Anzeigen und dicken Fernsehkampagnen vorbei.

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In diesem Kontext rät Maschmeyer dringend davon ab, sich durch den „IT-Direktor, der kurz vor der Pensionierung ist“, an die Zielgruppe zu wenden. Stattdessen müssten Versicherer hierzu junge und kreative Leute haben – „digital Natives“ – diese sollten „tolle Story Teller“ sein. Gebraucht werden zudem „super Videos“ und „Fotos“, die jedoch nicht „zu werblich“ sind. Das Ganze dürfe auch „ein bisschen" einen "Fun-Faktor haben“.