Der Notlagentarif wurde 2013 eingeführt und soll privat Krankenversicherten helfen, die ihre Beiträge aktuell nicht mehr bedienen und mit Zahlungen im Verzug sind. Die Versicherten haben hier nur Anrecht auf eine Notfallversorgung, etwa bei akuten Schmerzen und Schwangerschaft. Sie zahlen aber auch einen verminderten Beitrag von rund 100 bis 125 Euro im Monat. Versicherte können den Notlagentarif in Anspruch nehmen, wenn sie mit Beitragszahlungen mindestens zwei Monate in Verzug sind.

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Waren im Jahr der Einführung 2013 noch 93.600 Menschen in diesen Tarifen versichert, so stieg deren Zahl im Jahr 2017 auf 106.200. Im vergangenen Jahr war die Zahl wieder leicht rückläufig. So waren laut Rechenschaftsbericht der PKV Ende 2018 immerhin noch 102.200 Personen versichert. Das ist ein Minus von 3,4 Prozent.

Laut PKV-Verband gab es aber auch in den anderen Sozialtarifen der privaten Krankenversicherer einen deutlichen Zulauf. Im sogenannten Standardtarif waren 2009 rund 38.400 Menschen versichert, 2018 waren es 51.300. Im Vorjahr waren es noch 50.200 und damit 2,2 Prozent weniger. Der Standardtarif steht vor allem älteren Versicherten offen, die vor 2009 eine Police abgeschlossen haben und Probleme mit den Beitragszahlungen haben.

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Ebenfalls angestiegen ist die Zahl der Versicherten im sogenannten Basistarif: von 17.900 Betroffenen im Jahr 2009 auf nun 31.000 im vergangenen Jahr. Standard- und Sozialtarif bieten ein Niveau vergleichbar den Krankenkassen.