Seit Juli 2014 gelten die neuen Bestimmungen für die Mütterrente. Im Interview mit der Lausitzer Rundschau bestätigte Axel Reimann, Präsident der Deutschen Rentenversicherung, dass die Bearbeitung der Rentenverbesserungen voll im Zeitplan liege. Bislang seien bereits 95 Prozent aller 9,5 Millionen Fälle bearbeitet und „bis zum Jahresende sollen alle Mütter die laufende Zahlung in der entsprechenden Höhe erhalten“, erklärte Reimann.

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Gemeinsam mit der Mütterrente wurde die abschlagsfreie Rente mit 63 im Rahmen des Rentenpakets eingeführt. Diese hätte laut Reimann in der Rentenkasse zu keinen höheren Belastungen geführt, da es um eine zeitliche Verteilung der Rentenausgaben ginge. „Die Bundesregierung hatte für den Anfang etwas geringere Kosten vorausgesagt und später etwas mehr, als es die Rentenversicherung vermutete. Nun scheint sich unsere Annahme zu bestätigen“, so Reimann weiter. Da der verbesserten Leistung allerdings keine Beiträge gegenüber stünden, sei man bei der Deutschen Rentenversicherung nach wie vor der Meinung, dass die abschlagsfreie Rente mit 63 über Steuern finanziert werden sollte.

Die erhöhte Rentenzahlung und die Nachzahlung im Zuge der Mütterrente erhalten nicht alle deutschen Rentner zur gleichen Zeit, da sich der Aufwand für die Deutsche Rentenversicherung nach Einführung der Rentenzahlung als enorm heraustellte.

Lausitzer Rundschau