Noch ist die Bewegung aus liberalen und konservativen Intellektuellen keine Partei, Ziel ist es aber laut einer Veröffentlichung auf der eigenen Homepage eine zu werden. Informationen zur Wahl Initiative 2013 finden sich auf der Webseite www.wa2013.de und auf einer Fanpage auf Facebook. Hier steht auch das Programm, es wird in vier Punkten folgendes gefordert: die Abschaffung des Euro, die Entschuldung der angeschlagenen Staaten durch eine geordnete Staatsinsolvenz, die Verluste sollen die privaten Gläubiger selbst tragen und die systemrelevenaten Banken sollen verstaatlicht werden.

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Gründer der Vereinigung sind der Journalist D. Konrad Adam, der ehemalige Hessische Staatssekretär Dr. Alexander Gauland und der Hochschullehrer Prof. Dr. Bernd Lucke. Die vollständige Liste der Unterstützer steht auf der Webseite der Vereinigung zur Verfügung, darunter finden sich auch der frühere Chef des Industrieverbandes (BDI) Hans-Olaf Henkel und Beatrix von Storch, die schon durch zahlreiche Kampagnen gegen den Rettungsschirm Aufmerksamkeit erzielt hat.

Der Entscheidung der Gründung einer eigenen Partei war ein gescheiteter Versuch mit den Freien Wählern vorausgegangen, bei den Bundestagswahlen gemeinsam anzutreten. Im Gegensatz zur Wahl Initiative 2013 lehnen die Freien Wähler zwar den Euro-Rettungsschirm (ESM) ab, eine Abschaffung des Euro ist aber bei den Freien Wählern nicht Gegenstand des Programms.

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Im April soll die Gründungsversammlung stattfinden, ob die Zeit dann noch reicht, bei den Bundestagswahlen dabei zu sein, ist ungewiss. Die "Alternative für Deutschland" wird es auch schwer haben, bei der Bundestagswahl 2013 als Partei ausreichend Stimmen einzufangen. Es ist nicht die einzige Bewegung, die den Euro abschaffen will oder gegen der ESM wettert. Schwierig wird auch ein echtes Parteiprogramm zu finden, denn die Wähler interessiert Umwelt- und Familienpolitik sicher mehr, als die schwer greifbare Euro-Rettung.