Die Allianz 2016:

Die Allianz Deutschland AG hat im vergangene Jahr mit ihren Lebensversicherungen 6,4 Prozent mehr Umsatz gemacht und in Summe knapp 18,9 Milliarden Euro Prämien eingenommen, berichtet der Versicherer jetzt zum Geschäftsjahr 2016. Das Neugeschäft in Leben stieg um gut 21 Prozent. In zwischen haben von einer Zinsgarantie befreite Policen wie die Rente „Perspektive“ bei den Neuverträgen eine Quote von fast einem Drittel erreicht.

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Absage an Run-off

Eine klare Ansage macht die Allianz, die wohl in Richtung der Konkurrenz gehen soll, mit ihrer Absage an Run-offs im Lebenbereich. „Wir denken in keinster Weise an Altvertragsverkäufe“, sagte Markus Faulhaber, Leiter der Lebenssparte laut dpa. Bei Ergo, die ihre alten LV-Policen aufs Abstellgleis schiebt, dürften man diese Worte nicht gern gehört haben. Beim Neugeschäft des Krankenversicherers wird ein Plus von 8,4 Prozent gemeldet. Dennoch verharrte der Umsatz wegen Vertragsabgängen unverändert bei 3,3 Milliarden Euro.

Die Komposit-Sparten legten beim Umsatz um 2,8 Prozent auf jetzt 9,9 Milliarden Euro zu. Unfallpolicen mit Beitragsrückgewähr (von Verbraucherschützern wegen hoher Kosten stark kritisiert), legten im vergangenen Jahr um 3,2 Prozent und damit laut Allianz „über Marktniveau“ zu. Bei der Schaden-/Kostenquote ging es wegen Großschäden leicht nach oben auf 92,9 Prozent nach 91,9 Prozent im Vorjahr. Als Nettogewinn meldet die Allianz Deutschland AG ein Plus von 12,4 Prozent.

Axa legt 2016 leicht zu

Die Axa Deutschland steigerte ihre Umsätze im Jahr 2016 um 1,1 Prozent auf 10,7 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis nach Steuern erhöhte sich um 5,2 Prozent auf 569 Millionen Euro und Konzernergebnis nach Steuern erhöhte sich 6,8 Prozent auf 545 Millionen Euro. Besser als für den Konzern lief es beim Krankenversicherer, der 3,2 Prozent zulegt und im vergangenen Jahr 2,9 Milliarden Euro an Beiträgen einnahm.

Die Lebensversicherung hatte im vergangenen Jahr ein um 1,7 Prozent gewachsenes Neugeschäft von 275 Millionen Euro (APE: Jahresbeitrag plus zehn Prozent der Einmalbeiträge). Unterm Strich sanken die erlösten Beiträge in Leben auf 3,8 Milliarden Euro (minus 1,9 Prozent). Vor allem Einmalbeiträge seien um gut 11 Prozent gesunken, meldet die Axa. An diesem Geschäft sind die Lebensversicherer wegen hoher (Garantie-)Zinslasten ohnehin nicht mehr interessiert wie früher. Laufende Leben-Beiträge werden unverändert auch für das Jahr 2016 mit 3,1 Milliarden Euro angegeben.

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Die Komposit-Sparten legten bei den Prämien um 2,5 Prozent zu und erreichten im vergangenen Jahr 4,05 Milliarden Euro. Besonders erfolgreich sei der Online-Versicherer Axa easy gewesen mit 24 Millionen Euro Umsatzplus. Die Schaden-Kostenquote der Schaden- und Unfallversicherung stieg – wie bei Allianz wegen Großschäden – um 3,8 Prozentpunkte auf 97,3 Prozent.