Der Vorwurf gegenüber der Allianz laute, das Unternehmen nutze das "gute Ansehen von Indexfonds", berichtet „Euro am Sonntag“, und suggeriere auf seiner Internetseite, die Kunden würden mit ihrem Geld am Euro-Stoxx-50-Index partizipieren. Dies betreffe aber nicht die gesamten Beiträge der Kunden, sondern nur die Überschüsse. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Verbraucherzentrale Hamburg (VZHH) ihre Kritik an der „Indexselect“-Police formuliert.

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Bisher 400.000 Indexselect-Policen verkauft

Die Verbraucherschützer meinen, an die Börse mit ihren Renditechancen gelangten von den Kundengeldern „lediglich die Überschüsse, die die Allianz auszahlt. Das eingezahlte Kapital wird – wie bei der klassischen Lebensversicherung auch – am Geldanlagemarkt angelegt“, schrieb die VZHH im Juni vergangenen Jahres. Beanstandet wurden damals Formulierungen, „die geeignet sind, beim Verbraucher Fehlvorstellungen hervorzurufen“. Diese Reklame sei intransparent gegenüber dem Verbraucher, so die Sicht der VZHH.

Nun werde "in nächster Zeit" Klage eingereicht, wird VZ-Abteilungsleiterin Julia Rehberg von "Euro am Sonntag" (Meldung auf Finanzen.net) zitiert, nachdem sich die Allianz im vergangenen Jahr geweigert hatte, eine Unterlassungserklärung gegenüber der VZHH abzugeben. Bisher habe die Allianz bereits 400.000 „Indexselect“-Kunden, berichtet das Blatt und beruft sich auf Angaben des Versicherers.

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Die Darstellung des Vorsorgekonzepts enthalte keine irreführenden Angaben und werde zudem nicht ohne umfassende Beratung verkauft, zitierte „Versicherungswirtschaft Heute“ im vergangenen Jahr aus einer Stellungnahme des Versicherers. “Die Kunden schließen ‘Indexselect’ bei einem fachkundigen Vermittler ab, der das Produkt erläutert und auf offene Fragen eingeht“ (der Versicherungsbote berichtete).