Insgesamt hat die Debeka-Gruppe ihre Beitragseinnahmen im Geschäftsjahr 2015 knapp behauptet und 9,8 Milliarden Euro erlöst; lediglich gut 25 Millionen weniger als im Vorjahr. Kranken stieg um 105 Millionen auf jetzt 5,4 Milliarden Euro Einnahmen. Netto 72.000 neue Krankenversicherte, davon gut 29.000 Vollversicherte, mehren die Bilanz des Hauses. Allerdings stiegen die Ausgaben für Versicherungsleistungen Kranken um 6,6 Prozent auf jetzt 4,1 Milliarden Euro „wegen der Alterung des Bestands und der allgemeinen Kostenentwicklung“, heißt es in einer Information des Unternehmens.

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Einmalbeitrag Leben sank um 221 Millionen

Stolz weißt der Versicherer für seine Kranken-Sparte auf erstattete Beiträge hin. 430.000 Kunden bekamen wegen Leistungsfreiheit im vergangenen Geschäftsjahr 356 Millionen Euro ihrer Beiträge zurück; im Schnitt 827 Euro je leistungsfrei gebliebenem Kunden. Im Bereich Leben verlor die Debeka 174 Millionen Beitrag und bilanziert jetzt gut 3,5 Milliarden eingenommene Euro Leben. Während laufende Beiträge um gut 47 Millionen Euro stiegen, sanken Einmaleinlagen um 221 Millionen Euro.

In Sachen Vorsorge weißt der Versicherer auf seine Nettoverzinsung Leben hin. Diese ist mit 4,1 Prozent für 2015 (2014 noch 4,5%) im Marktvergleich recht hoch. Dennoch ist die Tendenz der Zinsen bekanntlich dramatisch fallend. Debeka-Chef Uwe Laue fragt sich anlässlich der nun veröffentlichten Bilanzzahlen, ob angesichts der niedrigen Zinsen überhaupt noch von einer Phase zu sprechen ist. Oder ob flache Zinslandschaften nicht eher ein Dauerzustand sind.

Bausparen: 30 Prozent mehr Neuverträge bei gleichbleibendem Bestand

Laue ruft nach dem Staat; die Bundesregierung müsse „für die Verluste der Sparer einen Ausgleich schaffen und die Riesterförderung im Sinne einer eigenverantwortlichen Altersvorsorge erhöhen. Alle Akteure sollten sich unter Führung der Bundesregierung zusammensetzen und gemeinsam prüfen, wie das Drei-Säulen-Modell der Altersvorsorge in Deutschland zukunftsfest weiterentwickelt werden kann", so Laue.

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Die Debeka-Bausparkasse habe die Anzahl der Neuverträge um im vergangenen Jahr um mehr als 90.000 Stück gesteigert (2014: plus 70.000) und in Bausparsumme gerechnet nun 2,6 Milliarden Euro in den Büchern; gegenüber 2014 ein Plus von 30 Prozent. Unterm Strich stagniert der Bausparbestand bei einer Million Kunden (minus 19.000 Personen) und 21,5 Milliarden Euro in Summe (minus 40 Millionen).