Das Ratinghaus Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) hat Privatrenten von 49 Anbietern unter die Lupe genommen. In Summe seien 135 Tarife auf Herz und Nieren auf bis zu 100 Kriterien hin untersucht worden. Die Produkte wurden in sechs Kategorien (klassisch, Klassik Plus, Index, fondsgebunden mit und ohne Garantien sowie Comfort) eingeteilt.

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So wurde getestet

Die Renten-Policen hat das Institut mit Sitz in Altenstadt erneut in vier Teilbereiche durchleuchtet, für die es unterschiedlich gewichtete Noten gab. Besonders gewichtet wurde im Rating mit 35 Prozent der Faktor "Unternehmensqualität". Hier wurde unter anderem gewertet, wie sicher ein Unternehmen aufgestellt ist: etwa, wie groß der Vertragsbestand ist, die Beitragseinnahmen anhand der Bruttobeiträge und ob es in internationale Strukturen eingebettet ist.

Testkriterium Numero Zwei ist die „Rendite“ (30 Prozent), die anhand von Stabilität, Sicherheit, Ertragskraft und Markterfolg benotet wird. Die Flexibilität der Police wurde ebenfalls mit 25 Prozent gewertet. Neben Kriterien, die eher für Fonds- und Indexpolicen wichtig sind, wird hier unter anderem gewertet, ob vor Rentenbeginn zusätzliche Zuzahlungen möglich sind, eine Beitragsfreistellung erlaubt ist, welche Fristen hierfür vorgesehen sind und wie die Überschüsse in der Ansparphase verwendet werden. Als letztes Testkriterium floss die Transparenz und der Service in das Rating ein: Etwa ob die Effektivkosten nachvollziehbar errechnet werden oder ob das Werbematerial verständlich gestaltet ist. Dieses Kriterium, für Verbraucher ebenfalls wichtig, trug nur magere zehn Prozent zum Gesamtrating bei.

Weniger Angebote bei klassischen Tarifen

Insgesamt konnten sich 47 der 135 untersuchten Tarife mit der höchmöglichen Benotung schmücken. Das sind immerhin 34,8 Prozent der gesamten Tarife. Im vergangenen Jahr waren nur 31 Tarife und damit 21,4 Prozent aller Angebote mit der Bestnote ausgezeichnet worden. Weitere 60 Tarife (44,4 Prozent) wurden als "sehr gut" eingestuft. Folglich werden vier von fünf Angeboten als "exzellent" oder "sehr gut" bewertet. Lediglich 28 nicht genannte Tarife wurden schlechter benotet.

Das Feld der klassischen Rentenversicherungen ist überschaubar. Ganze 11 Tarife werden noch von den sogenannten Serviceversicherern angeboten, zwei weitere von Direktversicherern. Im vergangenen Jahr hatten die Serviceversicherer noch 16 Tarife ins rennen geschickt. Bei den Serviceversicherern können sechs Tarife die Krone erkämpfen. Diese werden jedoch alphabetisch dargestellt. Daher ist die tatsächliche Reihenfolge nicht auszumachen.

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Bei den Direktversicherern war den untersuchten Anbietern ein Podiumsplatz schon sicher, denn es wurden nur zwei Tarife überhaupt gewertet. Hier triumphierte die Europa Leben mit ihrem Angebot „E-R Rentenversicherung Pur“ ("Exzellent"). Dahinter platziert sich die Hannoversche mit ihrer „Bausteinrente“ ("sehr gut").

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