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09.10.2014

Interessenkonflikt? Unister & Hanse Merkur: Partnerschaft mit Interessenkonflikt?

Besteht ein Interessenkonflikt bei der Partnerschaft zwischen Unister und Hanse Merkur? GELD.de GmbH

Unister - Laut einem Bericht des Handelsblatts soll der Krankenversicherer Hanse Merkur dem Internetriesen Unister aus Leipzig mit Darlehen in Höhe von knapp 40 Millionen Euro ausgeholfen haben. So seien rund 20 Millionen Euro Ende 2013 von Hamburg nach Leipzig geflossen. 2014 sollen weitere 20 Millionen transferiert worden sein. Um einen etwaigen Interessenkonflikt aufzudecken, testeten Handelsblatt und Verbraucherschützer Peter Grieble mehrere Vergleiche auf geld.de, einem Portal von Unister.

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Der Leipziger Reiseportalbetreiber Unister steckt seit längerem in finanziellen Schwierigkeiten. Laut Konzernabschluss soll das Unternehmen im Geschäftsjahr 2013 den Jahresfehlbetrag auf minus 27,7 Millionen Euro ausgebaut haben. Im Jahresbericht liegt der Bilanzverlust zum Jahresende bei 34,1 Millionen Euro. Das berichtete das Online-Portal gruenderszene.de.

Bekam Unister mehrere Darlehen in Millionenhöhe

Offenbar hat die Hanse Merkur dem angeschlagenen Webportalbetreiber mit Krediten in Höhe von knapp 40 Millionen Euro unter die Arme gegriffen, dies geht aus einem Bericht des Handelsblatt vom 8.Oktober 2014 hervor. So seien rund 20 Millionen Euro Ende 2013 von Hamburg nach Leipzig geflossen. 2014 sollen weitere 20 Millionen transferiert worden sein.

Dies könnte ein Deal mit einem faden Beigeschmack sein. Denn neben den Portalen Ab-in-den-Urlaub.de oder reisen.de betreibt das Unternehmen auch das Vergleichsportal geld.de, auf dem auch Versicherungen der Hanse Merkur offeriert werden.

Hanse Merkur - Tochter BD24 im Vergleich bei geld.de vorn

Um einen etwaigen Interessenkonflikt aufzudecken, testeten Handelsblatt und Verbraucherschützer Peter Grieble, Versicherungsexperte bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, diverse Vergleiche zur Reiserücktrittsversicherung. Dabei landeten sie bei zahllosen Tests ausnahmslos bei der Offerte eines einzigen Anbieters namens BD 24 Berlin Direkt, heißt es im Handelsblatt.

Versicherungsbote kam beim Test auf Geld.de zu einem anderen Ergebnis. So wird neben BD24 auch ein Produkt der Allianz-Global-Assistance angeboten. Eine Gegenüberstellung der Produkte findet jedoch nicht statt, abhängig von den Daten des Kunden wird jeweils nur ein Produkt Angebote.

Bei der besagten BD24 Berlin Direkt Versicherung AG handelt es sich allerdings um eine 100-prozentige Tochter der HanseMerkur. 2013 hat der Direktversicherer ein Beitragsvolumen von 15,3 Millionen Euro eingefahren und soll im laufenden Jahr auch mit Kompositprodukten starten.

geld.de GmbH ist Versicherungsmaklerin mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO

Ein Schelm wer dabei Böses denkt. Immerhin präsentiert sich geld.de als Versicherungsmakler und will dem Verbraucher, laut eigener Aussage, eine kostenlose Gegenüberstellung verschiedener Anbieter nach Preis-Leistungs-Gesichtspunkten gewährleisten. Dabei werden, so geld.de, nur ausgewählte Produkte berücksichtigt, die im Vorfeld von Experten auf Herz und Nieren geprüft wurden. So sollte sich der Verdacht der gezielten Offerten von Produkten aus dem Hause Hanse Merkur verdichten, würde sich die Akte Unister um einen Skandal erweitern.

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Als Versicherungsmaklerin mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO. muss die geld.de GmbH als unabhängiger Vermittler auftreten und die optimale Versicherungslösung für den jeweiligen Kunden finden. Ist dies nicht der Fall, so haftet die geld.de GmbH für schuldhafte Verletzungen der Pflichten gegenüber dem Versicherungsnehmer.

Handelsblatt
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