Mit einer Schaden-Kosten-Quote von 76,97 Prozent erreicht die Debeka Allgemeine 2024 Rang vier im Branchenvergleich und zählt damit erneut zu den effizientesten Anbietern der Wohngebäudeversicherung. Im betrachteten Zeitraum von 2019 bis 2024 überschritt die Gesellschaft die Marke von einhundert Prozent nur einmal: im Katastrophenjahr 2021 mit 123,86 Prozent. In allen übrigen Jahren blieb die Quote klar im auskömmlichen Bereich. Der Sechsjahresschnitt von 90,60 Prozent fällt entsprechend solide aus.
Ergebnis: hohe Ertragskraft bei begrenzter Volatilität
Das versicherungstechnische Ergebnis vor Veränderung der Schwankungsrückstellung beläuft sich 2024 auf 30,91 Millionen Euro und erreicht damit Rang vier im Branchenvergleich. Auffällig ist die insgesamt stabile Ergebnisentwicklung: Lediglich 2021 wurde ein Verlust ausgewiesen (minus 7,52 Millionen Euro), während in allen anderen Jahren positive Ergebnisse erzielt wurden. Über den Zeitraum von 2019 bis 2024 ergibt sich ein Durchschnitt von 10,58 Millionen Euro, was die Debeka Allgemeine auch ertragsseitig zu den leistungsstärkeren Anbietern im Markt zählt.
Preisprofil: günstig trotz Ergebnisstärke
Die Durchschnittsprämien je Vertrag liegen bei der Debeka Allgemeine vergleichsweise niedrig. Von 339,70 Euro im Jahr 2019 stiegen sie bis 2024 auf 531,05 Euro. Das entspricht einem Zuwachs von rund 56,3 Prozent innerhalb von fünf Jahren. Gegenüber 2023 (491,99 Euro) ergibt sich ein Plus von 7,9 Prozent. Trotz dieser Anpassungen liegt die Gesellschaft bei den Prämien auf Rang einundvierzig: Nur neun Anbieter sind günstiger, vierzig teurer.
Diese Einordnung ist jedoch stets relativ zu lesen: In der Wohngebäudeversicherung spiegeln Durchschnittsprämien nicht nur das Preisniveau, sondern auch Unterschiede in regionaler Exponierung, versicherten Summen, Tarifausgestaltung und Bestandsstruktur wider. Vor diesem Hintergrund verbindet die Debeka eine niedrige Durchschnittsprämie mit stabiler technischer Profitabilität – ein Hinweis auf eine insgesamt robuste Schaden- und Kostensteuerung.
Schadenaufwendungen: niedrig und gleichmäßig
Die Schadenaufwendungen je Vertrag betragen 2024 313,22 Euro und zählen damit zu den neun niedrigsten Werten der Branche. Im Vorjahr lagen sie mit 335,39 Euro zwar höher, was jedoch lediglich Rang vierzehn bedeutete und die Verschieblichkeit der Ranglisten unterstreicht. Der Höchstwert im Betrachtungszeitraum wurde 2021 mit 355,19 Euro erreicht. Der Sechsjahresschnitt von 284,38 Euro bleibt insgesamt vergleichsweise moderat und weist keine extremen Ausschläge auf – ein Hinweis auf gut kontrollierte Schadenverläufe.
Einordnung: Stabilität durch Struktur und Kollektiv
Mit 173 Millionen Euro gebuchten Bruttoprämien, einem Marktanteil von 1,30 Prozent und Rang achtzehn von fünfzig nach Prämienvolumen gehört die Debeka Allgemeine zum soliden Mittelfeld der Wohngebäudeversicherung. Ihre Platzierung unter den vier besten Schaden-Kosten-Siegern 2024 zeigt, dass auskömmliche Quoten nicht allein über das Preisniveau erzielt werden, sondern wesentlich von der Struktur und Stabilität des Bestands abhängen.
Begünstigt worden sein dürfte die vergleichsweise ruhige Schaden- und Kostenentwicklung durch die Spezialisierung auf bestimmte Kundengruppen, insbesondere Beamte und Beschäftigte des öffentlichen Dienstes. Diese Bestandsstruktur ist typischerweise durch hohe Vertragsstabilität und geringe Wechselintensität gekennzeichnet und kann – außerhalb von Großschadenjahren – zu einer gleichmäßigeren Schadenentwicklung und geringerer Ergebnisvolatilität beitragen.