Wohngebäudeversicherung: Die Schaden-Kosten-Sieger 2024

Quelle: DALL-E

Mit einer Schaden-Kosten-Quote von 80,42 Prozent erreicht die DEVK VVaG 2024 Rang sieben im Branchenvergleich. Gegenüber dem Vorjahr verbessert sich die Quote deutlich um 12,27 Prozentpunkte (2023: 92,69 Prozent). Im betrachteten Zeitraum von 2019 bis 2024 überschritt die Gesellschaft die Marke von einhundert Prozent nur einmal – im Extremjahr 2021 mit 164,17 Prozent infolge außergewöhnlicher Großschäden. Abgesehen davon blieb die DEVK VVaG stets unterhalb der Kostendeckungsgrenze. Der Sechsjahresschnitt liegt jedoch aufgrund des Ausreißers bei 101,68 Prozent und verdeutlicht die starke Prägung durch einzelne Katastrophenjahre.

Ergebnis: geringe Volumina, begrenzte Ausschläge

Das versicherungstechnische Ergebnis vor Veränderung der Schwankungsrückstellung beträgt 2024 4,14 Millionen Euro und erreicht damit Rang zehn im Branchenvergleich. Auffällig ist weniger die absolute Höhe als die Struktur der Ergebnisentwicklung: Verluste traten ausschließlich in den Extremjahren 2021 (minus 4,47 Millionen Euro) und 2022 (minus 2,46 Millionen Euro) auf. Über den Zeitraum von 2019 bis 2024 ergibt sich ein nahezu ausgeglichenes Durchschnittsergebnis von 0,71 Millionen Euro.

Für einen Anbieter aus dem mittleren Größenbereich der Wohngebäudeversicherung unterstreicht dies eine insgesamt robuste Ergebnissteuerung, deren Schwankungen primär durch außergewöhnliche Schadenjahre geprägt sind.

Preisprofil: moderat, aber klar angehoben

Die Durchschnittsprämien je Vertrag zeigen eine deutliche, aber nachvollziehbare Anpassung. Von 329,57 Euro im Jahr 2019 stiegen sie bis 2024 auf 545,39 Euro – ein Zuwachs von rund 65,5 Prozent innerhalb von fünf Jahren. Allein gegenüber 2023 (490,95 Euro) entspricht dies einem Plus von 11,1 Prozent. Trotz dieser Erhöhung liegt die DEVK VVaG 2024 auf Rang neununddreißig: Elf Anbieter sind günstiger, achtunddreißig teurer. Das Unternehmen bewegt sich damit weiterhin im unteren bis mittleren Preissegment, jedoch mit klarer Reaktion auf die Schadenjahre.

Schadenaufwendungen: unterdurchschnittlich, aber schwankend

Die Schadenaufwendungen je Vertrag belaufen sich 2024 auf 292,05 Euro und gehören damit zu den sechs niedrigsten Werten der Branche. Zum Vergleich: 2023 lagen sie bei 322,25 Euro, was einem Rang dreizehn bei den Schadenaufwendungen je Vertrag entsprach und damit ebenfalls noch im unteren Bereich des Marktes lag. Der Rückgang um rund 9,4 Prozent innerhalb eines Jahres erklärt den deutlichen Ranggewinn und verdeutlicht zugleich, wie sensibel diese Kennzahl auf die jeweilige Schadenentwicklung reagiert. Der Höchstwert wurde im Extremjahr 2021 mit 509,28 Euro je Vertrag erreicht. Über den Zeitraum 2019 bis 2024 ergibt sich ein Durchschnitt von 301,36 Euro je Vertrag – ein im Branchenvergleich vergleichsweise moderates Niveau, trotz der Ausschläge in einzelnen Jahren.

Einordnung: stabile Tochter mit klarer Abgrenzung

Mit 96 Millionen Euro gebuchten Bruttoprämien, einem Marktanteil von 0,73 Prozent und Rang siebenundzwanzig von fünfzig nach Prämienvolumen zählt die DEVK VVaG zur unteren Hälfte des Marktes, ohne jedoch zu den Kleinstanbietern zu gehören. Sie ist damit deutlich schlanker positioniert als die DEVK Allgemeine, die mit 2,32 Prozent Marktanteil und einem entsprechend höheren Prämienvolumen zwölf Ränge vor der DEVK VVaG liegt.

Der Größenunterschied spiegelt sich auch im Preis- und Ergebnisprofil wider: Während die DEVK Allgemeine 2024 mit durchschnittlichen Prämien von 681,29 Euro je Vertrag im oberen Preissegment agiert, weist sie trotz einer auskömmlichen Schaden-Kosten-Quote ein negatives versicherungstechnisches Ergebnis von minus 11,12 Millionen Euro aus. Die DEVK VVaG zeigt demgegenüber ein kompakteres, weniger exponiertes Geschäftsmodell mit geringerer Ergebnisvolatilität.