Mit einer Schaden-Kosten-Quote von 94,63 Prozent erreicht die AXA im Jahr 2024 Rang drei und gehört damit zu den überzeugendsten Kostendeckungsfällen im Kfz-Markt. Im gesamten Zeitraum von 2019 bis 2024 überschritt die Gesellschaft die Marke von einhundert Prozent nur ein einziges Mal: im branchenweiten Krisenjahr 2023 mit 108,48 Prozent. Abgesehen von diesem Ausreißer bewegten sich die Quoten in einer vergleichsweise engen Spanne zwischen 86,01 Prozent (2021) und 95,31 Prozent. Der Sechsjahresschnitt liegt bei 95,32 Prozent und fällt damit klar günstiger aus als bei vielen anderen volumenstarken Anbietern.
Ergebnis: starke Erholung nach massivem Krisenjahr
Das versicherungstechnische Ergebnis vor Veränderung der Schwankungsrückstellung beläuft sich 2024 auf 10,39 Millionen Euro und erreicht damit Rang sechs im Branchenvergleich. Dieser Wert markiert eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr, als die AXA mit minus 125,95 Millionen Euro einen der höchsten Verluste der Branche verbuchte. Bemerkenswert ist dabei der längerfristige Kontext: Abgesehen vom Krisenjahr 2023 wies die Gesellschaft zwischen 2019 und 2024 durchgehend positive Ergebnisse aus. Entsprechend liegt der Durchschnitt über sechs Jahre bei 26,23 Millionen Euro.
Moderates Preisprofil
Die Entwicklung der Durchschnittsprämien je Vertrag folgt einem Muster, das sich bei mehreren Anbietern beobachten lässt. Zwischen 2019 (294,96 Euro) und 2022 (282,74 Euro) sanken die Prämien zunächst um rund 4,1 Prozent – eine Phase, die rückblickend zur erhöhten Anfälligkeit im Krisenjahr 2023 beitrug. Erst danach setzte die Gegenbewegung ein: 2023 stieg die Durchschnittsprämie auf 292,62 Euro (plus 3,5 Prozent), 2024 folgte ein weiterer Anstieg auf 310,07 Euro (plus 6,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Insgesamt liegt das Prämienniveau damit wieder rund 5,1 Prozent über dem Stand von 2019. Mit Rang dreizehn bei den Durchschnittsprämien positioniert sich die AXA im oberen Mittelfeld: Zwölf Anbieter sind teurer, siebenunddreißig günstiger. Das Preisniveau bleibt damit deutlich unterhalb hochpreisiger Spezialanbieter, ohne in das aggressive Niedrigpreissegment vorzustoßen.
Volumenstärke als Stabilitätsfaktor
Mit 1,327 Milliarden Euro gebuchten Bruttoprämien, einem Marktanteil von 3,90 Prozent und Rang sieben von fünfzig zählt die AXA bei getrennter Betrachtung der Gesellschaften nach Rechtsform zu den größeren Kfz-Versicherern des Marktes. Anders als bei kleineren Anbietern beruht die Platzierung unter den Schaden-Kosten-Siegern 2024 damit nicht auf einer Nischenstrategie, sondern auf der Kombination aus relevanter Marktgröße, moderatem Preisniveau und wieder verbesserter Schaden-Kosten-Relation.