Die CosmosDirekt – als Direktversicherer Teil des Generali-Konzerns – zählt seit Jahren zu den konstantesten Anbietern im Kfz-Geschäft. Im gesamten Zeitraum von 2019 bis 2024 überschritt die Gesellschaft die Marke von einhundert Prozent nur ein einziges Mal: im branchenweiten Krisenjahr 2023 mit 101,13 Prozent. Selbst dieser Ausreißer relativiert sich im Marktvergleich, denn der Wert reichte noch für die zweitbeste Schaden-Kosten-Quote der gesamten Branche. Vor diesem Hintergrund fällt der Sechsjahresschnitt von 93,14 Prozent umso deutlicher aus und unterstreicht die dauerhaft kontrollierte Schaden- und Kostenentwicklung der Gesellschaft.
Das ist insbesondere deshalb bemerkenswert, weil sich Direktversicherungsmodelle im Kfz-Geschäft keineswegs automatisch als kosteneffizient erweisen. So wies die HUK24 2024 eine Schaden-Kosten-Quote von 107,82 Prozent aus und damit den schwächsten Wert innerhalb des HUK-Konzernverbunds. Noch deutlicher zeigt sich der Kontrast bei der Allianz Direct, die in einzelnen Jahren zu den schwächsten Anbietern des gesamten Marktes zählte – etwa 2022 mit 131,83 Prozent. Der Direktversicherer der Generali scheint derartige Probleme nicht zu kennen.
Ergebnis: klein, aber stabil positiv
Das versicherungstechnische Ergebnis vor Veränderung der Schwankungsrückstellung belief sich 2024 auf 3,52 Millionen Euro. Absolut betrachtet ist das kein großer Betrag, im Branchenvergleich jedoch das achtbeste Ergebnis. Auffällig ist die geringe Volatilität: Zwischen 2019 und 2024 rutschte die CosmosDirekt nur einmal in die Verlustzone (2023: minus 3,18 Millionen Euro). Der Mehrjahresdurchschnitt liegt mit 14,77 Millionen Euro klar im positiven Bereich – ein Indikator für nachhaltige Auskömmlichkeit trotz vergleichsweise moderatem Volumen.
Preisniveau: nicht billig, sondern marktmittig
Ein verbreitetes Missverständnis betrifft die Preispositionierung. Zwar handelt es sich um einen klassischen Direktversicherer, doch die Prämien liegen keineswegs im unteren Extrem des Marktes. Die durchschnittliche Prämie je Vertrag sank zwischen 2019 (234,50 Euro) und 2021 (227,21 Euro) zunächst um rund 3,1 Prozent, bevor ab 2022 eine schrittweise Korrektur einsetzte. Gegenüber 2023 (241,64 Euro) stieg die Durchschnittsprämie 2024 auf 257,06 Euro – ein Plus von 6,4 Prozent binnen eines Jahres. Damit rangiert die CosmosDirekt bei den Durchschnittsprämien auf Rang dreißig von fünfzig und bewegt sich näher am mittleren Preissegment als an der Billigschiene. Auch 2023 lag sie mit Rang achtundzwanzig bereits in dieser Zone.
Volumen: Direktversicherer im unteren Mittelfeld
Mit 263 Millionen Euro gebuchten Bruttoprämien erreicht die CosmosDirekt 2024 einen Marktanteil von 0,77 Prozent und belegt bei getrennter Betrachtung der Gesellschaften nach Rechtsform Rang siebenundzwanzig von fünfzig. Gemessen am Volumen ist sie damit kein Schwergewicht, wohl aber ein effizienter Direktanbieter, dessen wirtschaftliche Stärke weniger aus Größe als aus dauerhaft niedriger Schaden-Kosten-Relation und kontrollierter Preisgestaltung resultiert.