Studie Vertrieb | 19.08.11 Junge Familien hochattraktive ZielgruppeJunge Familien sind eine stark umworbene Zielgruppe und geraten zunehmend auch in den Fokus der Finanzdienstleister. Branchenexperten trauen diesem Marktsegment in den kommenden Jahren sogar besonders attraktive Wachstumspotenziale zu. Das Kölner Marktforschungsinstitut "Heute und Morgen" untersuchte in der Studie "Junge Familien" Erfolgspotenziale für Produktentwicklung, Marketing und Vertrieb. Junge Familien sind eine stark umworbene Zielgruppe und geraten zunehmend auch in den Fokus der Finanzdienstleister. Branchenexperten trauen diesem Marktsegment in den kommenden Jahren sogar besonders attraktive Wachstumspotenziale zu. Das Kölner Marktforschungsinstitut Heute und Morgen untersuchte in der Studie "Junge Familien" Erfolgspotenziale für Produktentwicklung, Marketing und Vertrieb. Junge Familien hochattraktive ZielgruppeInsgesamt zeigen die Studienergebnisse, dass junge Eltern für Finanzdienstleister eine besonders attraktive, freilich teils noch vernachlässigte Zielgruppe darstellen. Für 81 Prozent sind die Themen Absicherung und Vorsorge nach der Geburt ihrer Kinder deutlich wichtiger geworden. 68 Prozent zeigen sich hoch abschlussaffin. Und 82 Prozent der jungen Familien schließen – vornehmlich im ersten Jahr nach der Geburt – speziell für das Kind oder für sich und die ganze Familie Versicherungen und Anlageprodukte neu ab oder erweitern deren Umfang. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem die Gesundheit des Kindes, die Bildung kindbezogener finanzieller Rücklagen und die Absicherung der gesamten Familie. Allerdings stellen junge Familien eine zunächst nur schwer greifbare, in sich stark inhomogene Zielgruppe dar. Um das Potenzial erfolgreich auszuschöpfen, bedarf es einer genauen Zielgruppenkenntnis. Denn längst nicht alle jungen Eltern sind durch die gleichen Produktkonzepte und die gleichen Formen und Wege der Ansprache zu erreichen. Drei zentrale Zielgruppensegmente
Die Zielgruppe „Junge Familien“ lässt sich grundsätzlich in drei Segmente bzw. Typen einteilen. Diese unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Einstellungen und Verhaltensweisen in punkto kindbezogene und familiäre Absicherung und Vorsorge sowie in ihrer soziodemographischen Zusammensetzung: „Alle Segmente innerhalb der Zielgruppe ´Junge Familien´ verbindet ein hohes Maß an Absicherungs- und Vorsorgewillen. Sehr unterschiedlich gestalten sich allerdings die konkreten Einstellungsmuster, Bedürfnisse, Produktpräferenzen und optimalen Ansprachewege“, sagt Dr. Michaela Brocke, Geschäftsführerin bei der Heute und Morgen GmbH. Produktausstattung, Abschlussneigungen und Abschlusswege
Im Rahmen der Familiengründung werden von jungen Familien derzeit durchschnittlich vier neue Finanzdienstleistungsprodukte abgeschlossen bzw. hinsichtlich ihres Umfangs erweitert. Hierbei handelt es sich sowohl um Produkte für den Nachwuchs als auch für die Eltern bzw. die gesamte Familie. Die am häufigsten abgeschlossenen Kinder-Versicherungen sind neben der Unfallversicherung private Haftpflicht- und Krankenzusatzversicherungen. Bisher wenig familienfreundliches AnbieterimageZwei Dritteln der jungen Familien (65%) fällt auf Nachfrage spontan kein besonders familienfreundlicher Finanzdienstleister ein. Kaum einem Anbieter ist es demnach bisher gelungen, sich prägnant zu positionieren. Um als familienfreundlich wahrgenommen zu werden, müssen Finanzdienstleister vor allem flexible, individuell an die jeweilige Lebenssituation anpassbare Produkte, faire Preise und nicht zuletzt eine ehrliche und familienzugewandte Beratung bieten. Zudem lassen Vergünstigungen für Familien, wie etwa ein erstes beitragsfreies Jahr, Anbieter als familienfreundlich erscheinen und stellen zudem hervorragende Abschlussanreize dar. 87 Prozent der Eltern wünschen sich von Banken und Versicherungen grundsätzlich mehr Produktlösungen, die speziell auf junge Familien und deren Bedürfnisse zugeschnitten sind, 74 Prozent sind zudem der Auffassung, dass sich die Anbieter zukünftig mehr Gedanken über die besonderen Belange junger Familien machen sollten. „Durch eine stärkere Ausrichtung als familienfreundlicher Anbieter lässt sich das vorsorgeaffine Segment junger Familien sehr gut erreichen. Erfolg versprechend sind vor allem flexible Produkte, die mit den jungen Familien wachsen und zielgruppenspezifische Vergünstigungen bieten“, so Studienleiterin Christina Barschewski. Quelle: Heute und Morgen GmbH
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