Der Bestandsrückgang der R+V Allgemeinen fällt 2024 äußerst gering aus. Die Zahl der Verträge sinkt von 867.463 auf 865.787 Policen – ein Minus von 1.676 Verträgen beziehungsweise rund 0,2 Prozent. Damit bleibt die Gesellschaft auf Rang 13 stabil im Mittelfeld der Branche positioniert.
Im Kontext der insgesamt nur leicht wachsenden Sparte ist diese Entwicklung wenig auffällig. Vielmehr bewegt sich die R+V weiterhin auf einem über Jahre gewachsenen Bestandsniveau. Gegenüber 2019 mit 824.109 Verträgen ergibt sich nach wie vor ein Plus von 41.678 Policen beziehungsweise rund 5,1 Prozent.
Prämienwachstum: Entwicklung über den Wert je Vertrag
Parallel dazu setzt sich die wirtschaftliche Entwicklung nahezu ungebremst fort. Die verdienten Bruttoprämien steigen von 200,67 Millionen Euro im Jahr 2023 auf 207,07 Millionen Euro im Jahr 2024, was einem Zuwachs von 3,2 Prozent entspricht. Seit 2019 liegt das Prämienwachstum bei rund 17,9 Prozent. Der leichte Bestandsrückgang und das steigende Beitragsvolumen stehen damit nicht im Widerspruch, sondern folgen derselben Logik: Wachstum erfolgt zunehmend über höhere Beiträge je Vertrag.
Dieses Muster zeigt sich auch im Preisprofil. Mit einer Durchschnittsprämie von 239,39 Euro liegt die R+V nicht nur deutlich über dem Branchenschnitt von 204,76 Euro, sondern gehört auch zu den fünf teuersten Anbietern im Markt. Entscheidend ist dabei die Entwicklung über die Jahre: 2019 lag die Durchschnittsprämie noch bei 212,40 Euro, 2023 bereits bei 230,28 Euro und steigt 2024 weiter an. Insgesamt ergibt sich damit ein Zuwachs von 26,99 Euro beziehungsweise rund 12,7 Prozent seit 2019.
Preisprofil und Einordnung: stabiles Geschäft im oberen Segment
Der Anstieg der Durchschnittsprämien verläuft damit klar parallel zur Entwicklung der Beitragseinnahmen und erklärt, warum die Prämien trotz leicht rückläufigem Bestand wachsen. Ergänzend zeigt der Blick auf die Schadenaufwendungen je Vertrag mit 138,68 Euro (sechsthöchster Wert im Markt), dass die R+V in einem leistungsintensiveren Segment operiert.
Der minimale Bestandsrückgang ist vor diesem Hintergrund kein strukturelles Signal, sondern Teil einer stabilen Entwicklung. Die R+V behauptet ihre Marktposition und wächst vor allem über den Wert je Vertrag, nicht über zusätzliche Stückzahlen.