GdV Unfallbilanz | 07.11.11 Wildunfälle auf RekordniveauDie Ausgaben der Kfz-Versicherer für Wildschäden erreichten 2010 ein Rekordniveau. Insgesamt zahlten die deutschen Versicherer 520 Millionen Euro für Zusammenstöße zwischen Pkws mit Rehen und Wildschweinen. Damit überschritten die Ausgaben erstmals die halbe Milliarden-Euro-Grenze. Auch die Anzahl der bearbeiteten Wildunfälle kletterte nach oben. Im vergangenen Jahr bearbeiteten die deutschen Kfz-Versicherer 243.000 Wildschäden, das sind 666 entsprechende Verkehrsunfälle am Tag. Das geht aus einer aktuellen Statistik der Kfz-Kaskoversicherer hervor, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) heute in Berlin vorstellte.
Gemessen an allen bearbeiteten Kfz-Teilkaskoschäden rangieren die Wildunfälle allerdings nur auf dem zweiten Platz. Mit weiterhin großem Abstand liegen die Glasschäden auf dem Spitzenrang, sowohl bei der Anzahl der bearbeiteten Fälle als auch bei den Leistungen. Auf Platz drei landeten 2010 Schäden durch Marderbisse.
Verkehrstipp: Keine riskanten Ausweichmanöver"In Deutschland warnen rund 30.000 Verkehrsschilder vor Wildwechsel", sagt Bernhard Gause, Mitglied der Hauptgeschäftsführung beim GDV. "Doch die wenigsten Autofahrer passen ihr Fahrverhalten der Gefahrenstelle an." Insbesondere am Rand von Wiesen, Feldern und Wäldern sollte man die Geschwindigkeit drosseln und besonders aufmerksam fahren. Wild ist unberechenbar, insofern gibt es keine goldene Regel. "In jedem Fall tun Autofahrer gut daran, in diesen Gegenden vorausschauend zu fahren und bremsbereit zu bleiben", so Gause. Riskante Ausweichmanöver sollte man unbedingt vermeiden. "Der Zusammenprall mit einem anderen Auto oder einem Baum ist in der Regel verheerender als die Kollision mit einem Tier." Was leistet die Teilkasko-Versicherung?Schäden am eigenen Fahrzeug, die durch Haarwild – wie Rehe und Wildschweine – verursacht werden, zahlt die Teilkaskoversicherung. Einige Versicherer haben ihren Schutz sogar auf alle Wirbeltiere erweitert. „Für eine schnelle Schadenbearbeitung ist es immer hilfreich, Fotos von Unfallort, Tier und Fahrzeug zu machen“, erklärt Gause. Das verunglückte Wild sollte man wegen möglicher Tollwutgefahr nicht anfassen. Das überlässt man dem Förster oder Jagdpächter. 5 Tipps zu Versicherungsfragen nach einem Wildunfall
Quelle: PM GdV
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