Analyse
PKV | 30.09.11
 

Private Krankenversicherer hängen am Tropf

Mehr als ein Viertel der privaten Krankenversicherungen weisen schwache Bilanzen auf. Das ergab eine Untersuchung von Morgen & Morgen (M&M). Das Analysehaus prüfte dabei 32 Krankenversicherer auf Herz und Nieren.

Ein Großteil der Deutschen informiert sich vor dem Kauf von Produkten im Internet über den Verkäufer und die Produkte. Dies könnte für einige Krankenversicherer nun verheerend werden. Denn beim aktuellen Rating von Morgen & Morgen im Bereich der privaten Krankenversicherungen schnitten einige Unternehmen erschreckend schlecht ab.

„Wir haben 10 Bilanzkennzahlen über einen Zeitraum von fünf Jahren intensiv betrachtet und bewertet, um eine aggregierte Aussage zu den wesentlichen Punkten Kosten, Solidität und Wachstum treffen zu können“, so Dr. Martin Zsohar, Aktuar und Geschäftsführer von MORGEN & MORGEN . Mit dieser Untersuchung kann nun die Produktentscheidung für PKV-Vollversicherungen und PKV-Zusatztarife auch hinsichtlich der Unternehmenssituation fundiert getroffen werden.

Neun von 32 privaten Krankenversicherungen sind bilanziell schlecht aufgestellt. Dabei erhielten die schwächsten Unternehmen nur einen oder zwei Sterne. Die besten zwölf Versicherer wurden mit vier oder fünf Sterne versehen. Insgesamt elf Gesellschaften teilen sich das Mittelfeld. „Bei der individuellen Produktauswahl kommt es auf den einzelnen Versicherer an. Und der sollte mindestens drei Sterne aufweisen können. Bei ein oder zwei Sternen muss die Empfehlung schon sehr gut begründet sein“, zieht Zsohar das Fazit für die Vermittlung. Besonders schlechte Werte im Rating haben die Axa , Inter und Mannheimer . Die Alte Oldenburger , Debeka , DEVK und R+V wurden dagegen mit fünf Sternen oder einer ausgezeichneten Bewertung prämiert.


Quelle: Morgen & Morgen
 
 

Kommentare (1)Kommentar schreiben
 
Das ist doch Kaffeesatzlesen 
Klar, dass viele solchen Blödsinn nicht in Frage stellt, so kann man ruhigem Gewissen dem Kunden einen teueren Tarif verkaufen. Bilanzen lesen und für die Zukunft Schlüsse ziehen, das ist Kaffeesatzlesen. Sonst würde ja an der Börese auch jeder die Aktienkurse von morgen kennen.
Hoffentlich kommen nicht noch irgdenwelche Rechtsverdreher auf die Idee, das könnte eine Haftungsfalle bei der Beratung sein.
geschrieben von Frank Walter am 02.10.2011 10:36
 
 
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